14.3.2014

CeBIT 2014

Vom 10. bis 14. März 2014 in Hannover; Halle 9, Stand E 24

Messestand des BMWi auf der CeBIT 2014; Quelle: BMWi/Janto Trappe
Messestand des BMWi auf der CeBIT 2014
© BMWi/Janto Trappe

Die CeBIT ist die weltweit größte Messe für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Sie fand vom 10. bis 14. März 2014 in Hannover statt. Das Motto der CeBIT 2014 war "Datability", große Datenmengen sollen in hoher Geschwindigkeit verantwortungsvoll und nachhaltig genutzt werden können. Partnerland der CeBIT 2014 war Großbritannien. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) war einer der größten Aussteller in der Halle 9 "Research & Innovation".

Das BMWi zeigte Innovationen zu Cloud Computing, Smart Home und  Green IT und war mit Themen wie IT-Sicherheit, der Fachkräfte-Offensive der Bundesregierung und IKT-Start-ups auf der Messe vertreten. Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, und weitere Mitglieder der Leitung des BMWi besuchten die CeBIT.

Auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie präsentierten sich Unternehmen und Institutionen, deren Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert oder ausgezeichnet wurden.

Schwerpunktthemen des BMWi

IT2Green, SmartHome, Trusted Cloud, IKT für Elektromobilität und IKT-Start-ups

Mit folgenden Themenschwerpunkten präsentierte sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie auf der CeBIT 2014:

IT2Green

Im Technologieprogramm "IT2Green - Energieeffiziente IKT für Mittelstand, Verwaltung und Wohnen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erforschen, entwickeln und erproben zehn Verbundprojekte systemübergreifende Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz von IKT. IT2Green steht für langfristig tragfähige und umweltbewusste Technologien für die Bereiche Telekommunikation, Rechenzenten, Cloud Computing und Endgeräte. Im Rahmen von IT2Green investieren Industrie und Politik insgesamt 60 Millionen Euro in Forschungsprojekte sowie Begleitforschung. Davon steuert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis zu 30 Millionen Euro bei. Die Projekte werden in diesem Jahr ihre Arbeiten abschließen und stellten ihre Ergebnisse auf der CeBIT 2014 vor.

Smart Home

Das Smart Home an sich ist keine ganz so junge Idee. Neu ist jedoch, dass sich der Markt hierfür durch offene Standards und branchen-, technologie- und funktionsübergreifende Technologien immer mehr auch für mittelständische Anbieter öffnet - und damit gerade deutschen Unternehmen wie Anwendern mannigfaltige Chancen bietet. Bislang mussten Konsumenten jedoch auf zwei zentrale Bedürfnisse verzichten: die Verfügbarkeit neutraler Zertifikate für Interoperabilität und IT-Sicherheit zwischen allen Komponenten sowie herstellerübergreifende, intuitive Bedienmöglichkeiten. Beide Hürden sollen durch zwei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Forschungsprojekte erheblich gesenkt und so der Markterfolg beschleunigt werden: das Zertifizierungsprogramm Smart Home + Building und UHCI (Universal Home Control Interface).

Für das Projekt UHCI illustrierten vier Exponate die facettenreichen Herausforderungen und Lösungsansätze für das gemeinsame Ziel: An der Benutzerschnittstelle geräte-, technologie-, hersteller- und anwendungsübergreifende und dennoch einheitliche Interaktionsformen zu erforschen und zu entwickeln. Dabei betrachte wir - und das erklärt auch das breite Spektrum der Exponate - gleich vier bislang separate Interaktionsmodi und -technologien: Touch, Sprache, Gesten und Wearables (intelligente Textilien).

Von genauso fundamentaler Bedeutung ist das Zertifizierungsprojekt: Wenn sich der Konsument nämlich sicher sein kann, dass alle Geräte und Technologien seines Smart Home eine solche Zertifizierung besitzen, wird er erst die Vorteile einer einheitlichen und übergreifenden Interaktion schätzen.

Beides zusammen - übergreifende Zertifizierung und universelle Usability - wird hiesigen Unternehmen auch im internationalen Wettbewerb wertvolle Marktvorteile sichern, denn genau hierfür sind deutsche Produkte und Lösungen ja weltweit bekannt.

Trusted Cloud

IT-Ressourcen aus der Wolke
Cloud Computing ist einer der wichtigsten Wachstumstreiber der IT-Branche. Damit können Unternehmen aktuelle Software, Rechenleistung und Speicherplatz direkt über das Internet beziehen. Cloud Computing eröffnet dadurch vielfältige Möglichkeiten für Unternehmen aller Branchen. Mittelständische Firmen können auf innovative Technologien zugreifen, die bislang vor allem großen Unternehmen vorbehalten waren. Sie müssen nicht mehr selbst in eine IT-Infrastruktur investieren, da sie alle Ressourcen von einem professionellen IT-Anbieter quasi mieten können. Gezahlt wird verbrauchsabhängig nur für die tatsächlich benötigten Leistungen. Gleichzeitig können die Mitarbeiter bequem auch mobil auf ihre Daten zugreifen. Weiterhin können durch Cloud Computing ganz neue Geschäftsmodelle und innovative Produkte entstehen.

Cloud Computing - Made in Germany
Das Technologieprogramm Trusted Cloud des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie fördert die Entwicklung und Erprobung innovativer, sicherer und rechtskonformer Cloud Computing-Lösungen. Im Rahmen von 14 Projekten werden grundlegende Technologien sowie Cloud-Anwendungen für unterschiedliche Branchen entwickelt, insbesondere für Industrie, Handwerk, den Gesundheitssektor und den öffentlichen Sektor. Damit soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft sowie der eingebundenen Wissenschaft in Deutschland verbessert und die Standortattraktivität gesteigert werden.

An dem Programm beteiligten sich insgesamt 36 Unternehmen unterschiedlichster Branchen, 27 wissenschaftliche Einrichtungen und vier weitere Institutionen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben im September 2011 begonnen und werden bis Anfang 2015 laufen. Das Technologieprogramm Trusted Cloud ist der zentrale Beitrag des BMWi zur Umsetzung des Aktionsprogramms Cloud Computing.

IKT für Elektromobilität II: Smart Car - Smart Grid - Smart Traffic

Im Technologieprogramm IKT für Elektromobilität II fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bis Ende 2015 derzeit 18 Projekte, die neue Konzepte und Technologien für das Zusammenspiel von intelligenter Fahrzeugtechnik im Elektroauto (Smart Car) mit Energieversorgungs-(Smart Grid) und Verkehrsmanagementsystemen (Smart Traffic) auf der Basis von IKT entwickeln. Im Themenschwerpunkt Smart Car soll untersucht werden, wie die IKT-Architektur im Fahrzeug den Erfordernissen der Elektromobilität angepasst werden kann. Im Themenschwerpunkt Smart Grid geht es um die netzverträgliche Einbindung von Elektrofahrzeugen in das Energieversorgungssystem (z. B. gesteuertes Laden und Rückspeisen). Bei Smart Traffic stehen neue verkehrsträgerübergreifende Mobilitätskonzepte und Navigationsdienste sowie Flottenmanagement-Lösungen mit Elektrofahrzeugen im Vordergrund.

Rund 100 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen wirken an den Projekten mit. Das Gesamtfördervolumen des Förderschwerpunkts IKT für Elektromobilität II beträgt derzeit rund 80 Mio. Euro. Einschließlich des Eigenanteils der Partner wird ein Investitionsvolumen von mehr als 170 Mio. Euro mobilisiert. IKT für Elektromobilität II ist eingebettet in das Regierungsprogramm Elektromobilität der Bundesregierung, das die Grundlage für eine beschleunigte Markteinführung von Elektrofahrzeugen in Deutschland bildet.

IKT Start-ups stellen sich vor

Als echte Wachstumstreiber setzen IKT-Start-ups innovative Ideen rasch in neue marktfähige Produkte und Lösungen um. Sie sind unverzichtbar für einen modernen Wirtschaftsstandort - und das weit über die eigentliche Digitale Wirtschaft hinaus. In nahezu allen Branchen werden Impulse für Innovationen und neue Geschäftsmodelle maßgeblich durch die Nutzung moderner IKT ausgelöst. Junge innovative IKT-Unternehmen, die beim "Gründerwettbewerb - IKT Innovativ" erfolgreich waren oder durch "EXIST- Existenzgründungen aus der Wissenschaft" des BMWi gefördert wurden und inzwischen erfolgreich wachsen, präsentierten sich mit ihren innovativen Produkt- und Dienstleistungsangeboten auf dem Stand des BMWi. Wirtschaft und Finanzwelt bot sich hier eine besondere Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit kreativen jungen IKT-Unternehmern über aktuelle Trends und zukunftsweisende Entwicklungen im IKT-Bereich sowie zur Anbahnung von lohnenden Geschäftsbeziehungen.

weitere Informationen zum Thema

Weiterführende Informationen

Veranstaltungen

Videos

  • Screenshot aus dem Video zum Rundgang auf der CeBIT 2014 Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel besucht die CeBIT in Hannover. Das BMWi ist einer der größten Aussteller in der Halle 9 "Research & Innovation".
  • Bundesminister Sigmar Gabriel (Mitte), Dr. Thomas de Maizière (rechts) und Alexander Dobrindt (links); Quelle Bundesregierung Auf der Messe CeBIT haben die Bundesminister Gabriel, de Maizière und Dobrindt die ersten Eckpunkte zur Digitalen Agenda vorgestellt.