Pressemitteilung
9.3.2016

Kulturtourismus in ländlichen Regionen: Die drei Modellregionen stehen fest

Alte Mauer mit Turm symbolisiert Kulturtourismus im ländlichen Raum; Quelle: Fotolia.com/animaflora
© Fotolia.com/animaflora

Oberlausitz-Niederschlesien, Ostfriesland und die Zugspitzregion haben es geschafft: diese drei wurden unter bundesweit 77 Bewerbern als Modellregionen des Projektes "Die Destination als Bühne: Wie macht Kulturtourismus ländliche Regionen erfolgreich?" ausgewählt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) will mit diesem Projekt die ländlichen Reiseregionen unterstützen, ihre Kulturangebote besser zu vermarkten.

Iris Gleicke, Tourismusbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie: "Ich beglückwünsche die drei ausgewählten Regionen und danke gleichzeitig allen Bewerbern für ihre engagierte Teilnahme an der Ausschreibung. Die Modellregionen erhalten eine großartige Chance für ihre weitere touristische Entwicklung und Vermarktung. Sie stehen jetzt aber natürlich auch in der Pflicht, richtig was auf die Beine zu stellen. Denn wir wollen mit den Modellregionen ja beispielhaft erfolgreiche Entwicklungsmöglichkeiten und -wege aufzeigen, die zur Nachahmung in anderen ländlichen Regionen anregen."

Die Auswahl der drei Modellregionen hat sich an unterschiedlichen Entwicklungsständen und der Eignung, Lösungen für andere Regionen anschaulich und nachvollziehbar zu machen, orientiert. Neben dem Modellcharakter der Regionen spielten bestehende Berührungspunkte zwischen Kultur und Tourismus eine wesentliche Rolle bei der Auswahl. Ein weiteres Kriterium waren unterschiedliche Reifegrade in der Vermarktung kulturtouristischer Angebote.

Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) koordiniert das Projekt im Auftrag des BMWi. Dirk Dunkelberg vom DTV: "Mit den drei Modellregionen entwickeln wir in den nächsten Monaten individuelle Coaching-Konzepte. In Oberlausitz-Niederschlesien sollen die vielfältigen Kulturangebote vernetzt werden, um so touristische Kooperationen zu initiieren und zu stärken. In der Zugspitzregion möchten wir herausfinden, wie das Thema einer Landesausstellung nachhaltig und langfristig für die kulturtouristische Vermarktung genutzt und weiter entwickelt werden kann. Und in Ostfriesland wird es um die Frage gehen, wie man ein schon bestehendes Kulturnetzwerk unabhängig von Fördermitteln auf solide finanzielle und organisatorische Füße stellt".

Teil des Coachings ist außerdem die Ausbildung von Umsetzungsmanagern in den jeweiligen Regionen.
Am 15. März 2016 geht die projektbegleitende Dialogplattform www.culturcamp.de online. Sie ist die Basis für den regen Austausch zwischen allen Regionen und der interessierten Öffentlichkeit. Auch andere Tourismusregionen können hier ihre Kenntnisse, Erfahrungen und Fragen einbringen.

Das am 1. August 2015 gestartete Projekt läuft bis zum 31. März 2018. Auftragnehmer ist der DTV zusammen mit dem DIW Berlin, der dwif-Consulting GmbH, der KULTUREXPERTEN Dr. Scheytt GmbH, der mediamare consulting GmbH und der Sandstein Kommunikation GmbH.

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