Pressemitteilung
23.2.2016

Gabriel: Wir sichern 'Made in Germany' ab

Arbeiter vor Containern zu Export und Außenwirtschaftsförderun; Quelle: Colourbox.de
© Colourbox.de

Bis zum Jahr 2030 wird sich das Welthandelsvolumen fast vervierfachen. Der Schritt auf ausländische Märkte ist daher eine große Chance für unsere Unternehmen, den die Außenwirtschaftsförderung des BMWi tatkräftig unterstützt. Neben dem Engagement für Handelserleichterungen und dem Abschluss bilateraler und multilateraler Freihandelsabkommen, ist für deutsche Exporteure auch eine verlässliche Exportfinanzierung entscheidend. Deshalb unterstützen wir Exportgeschäfte durch Garantien, sogenannte Hermesdeckungen - im Jahr 2015 wurden Ausfuhren im Wert von 25,8 Mrd. Euro durch solche Garantien abgesichert, also 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem sichern wir deutsche Direktinvestitionen im Ausland durch Investitionsgarantien gegen politische Risiken in Entwicklungs- und Schwellen- sowie ehemaligen Transformationsländern in Höhe von 2,6 Mrd. Euro ab.

Bundesminister Gabriel: "Unsere Unternehmen und 'Made in Germany' sind international erfolgreich und wettbewerbsfähig. Hermesdeckungen helfen ihnen beim Auslandsgeschäft und geben nicht selten den Ausschlag für die Zusage von Großaufträgen. Eine oft entscheidende Planungssicherheit erhalten deutsche Unternehmen, die trotz schwieriger globaler Rahmenbedingungen Marktchancen nutzen wollen, durch Investitionsgarantien. Auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmen nützen dieses Instrument der Außenwirtschaftsförderung. Damit sichern wir Arbeitsplätze hierzulande und tragen zur Stabilisierung in den Zielländern bei."

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, 75,4 Prozent,  nutzten die Möglichkeit, ihre Exporte gegen politische und wirtschaftliche Risiken im Ausland abzusichern. Rund 75 Prozent der bewilligten Exportkreditgarantien betrafen Lieferungen und Leistungen in Schwellen- und Entwicklungsländer. In der Länderbetrachtung der weltweit vergebenen Deckungen gehören Russland (3,6 Mrd. Euro), die Vereinigten Staaten (2,6 Mrd. Euro), Ägypten (2,4 Mrd. Euro), Türkei (2,6 Mrd. Euro) und Italien (2,1 Mrd. Euro) zu den Top 5 Ländern. Die außergewöhnlich hohen Deckungsvolumina auf die Vereinigten Staaten und Italien kamen aufgrund einzelner Großprojekte im Schiffbausektor zustande. Die staatlichen Exportkreditgarantien erzielten erneut einen Jahresüberschuss von 344 Mio. Euro, der vollständig dem Bundeshaushalt zugeführt wurde.

Der regionale Schwerpunkt der Investitionsgarantien lag auf Projekten in Russland, auf das jede zweite neu übernommene Deckung entfiel, gefolgt von China, Indien, Kolumbien sowie Serbien. Aber auch für Projekte in seltener nachgefragten Ländern wie Indonesien, Peru und Tunesien hat der Bund Investitionsgarantien übernommen. Durch die erhobenen Gebühren und Entgelte hat sich das Instrument auch in 2015 selbst getragen.

Die Jahresberichte über Exportkredit- und Investitionsgarantien aus dem Jahr 2015 mit detaillierten Angaben werden im Frühjahr 2016 auf der Internetseite des BMWi veröffentlicht.

Weitere Informationen zu Exportkredit- und Investitionsgarantien finden Sie hier.

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