Pressemitteilung
18.11.2015

Gabriel zieht Bilanz zur Energiewende und bringt Energieeffizienzstrategie Gebäude auf den Weg

Straße aus Solarpanels, Stadt und Windräder symbolisieren die Energiewende; Quelle: kreativmandat - ivone delazzerböhmer / Fotolia.com - Lulu Berlu / Fotolia.com - kflgalore / Fotolia.com - smuki / Fotolia.com - zlikovec
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Das Bundeskabinett hat heute den vierten Monitoring-Bericht zur Energiewende, den zweiten Erfahrungsbericht zum Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und die Energieeffizienzstrategie Gebäude verabschiedet.

Der Monitoring-Bericht gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Energiewende.

Dazu der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel: "Wir machen bei der Energiewende gute Fortschritte: Die erneuerbaren Energien sind Deutschlands wichtigste Stromquelle. Die Bundesregierung hat zudem den Rahmen für Netzausbau und Strommarkt neu geordnet. Die Energiewende wird aber nur gelingen, wenn wir das Gesamtsystem weiter optimieren. Dabei ist der kritische Blick auf die einzelnen Bereiche der Energiewende unerlässlich. Auch dafür liefert der Monitoring-Bericht die Fakten."

Zentrale Ergebnisse des Monitoring-Berichtes sind:

  • Erneuerbare Energien sind die wichtigste Stromquelle:
    Beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor liegt Deutschland auf Zielkurs. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch lag 2014 bei 27,4 Prozent und ist im ersten Halbjahr 2015 auf über 30 Prozent gestiegen.
  • Der Energieverbrauch geht weiter zurück:
    Er liegt heute auf dem niedrigsten Stand seit 1990. Um die ambitionierten Effizienzziele zu erreichen, hat die Bundesregierung im Dezember 2014 den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz beschlossen.
  • Treibhausgasemissionen sinken:
    Im Jahr 2014 wurden 4,3 Prozent weniger Treibhausgase emittiert als noch im Vorjahr. Gegenüber 1990 sind die Treibhausgasemissionen bereits um rund 27 Prozent zurückgegangen.
  • Versorgungssicherheit ist gewährleistet:
    Damit das auch bei steigenden Anteilen erneuerbarer Energien so bleibt, wird der bestehende Strommarkt mit dem Strommarktgesetz weiterentwickelt.
  • Die Strompreise sinken:
    Zum ersten Mal seit über zehn Jahren sanken zum Anfang des Jahres 2015 die Strompreise für Haushaltskunden.

Neben dem Monitoring-Bericht wurden auch der zweite Erfahrungsbericht zum Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz sowie die Energieeffizienzstrategie Gebäude beschlossen.

Rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland und rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen entfallen auf den Gebäudebereich. Damit sind Energieeinsparung und erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel: "Ich freue mich, dass sich auch in diesem Bereich die Nutzung erneuerbarer Energien immer weiter verbreitet. Unser Ziel hinsichtlich des Einsatzes erneuerbarer Wärme für das Jahr 2020 werden wir voraussichtlich sogar übertreffen. Gleichzeitig setzen wir verstärkt auf Energieeffizienz. Mit der neuen Energieeffizienzstrategie Gebäude zeigen wir die Wege auf, die wir noch gehen müssen, um auch unser Ziel, einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050, zu erreichen."

Im zweiten Erfahrungsbericht zum Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz berichtet die Bundesregierung über den Stand der Markteinführung von Anlagen zur Erzeugung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien. Dabei wird das Ziel des EEWärmeG in den Blick genommen, nach dem der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte im Jahr 2020 14 Prozent betragen soll. Die Ergebnisse der bisherigen und eine Prognose der weiteren Entwicklung zeigen, dass der Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2014 bereits bei etwa 12Prozent lag und im Jahr 2020 voraussichtlich über 16 Prozent liegen wird. Das Ziel des EEWärmeG würde damit sogar übertroffen.

Mit der Energieeffizienzstrategie Gebäude wird untersucht, wie die energie- und klimapolitischen Ziele im Gebäudebereich erreicht werden können. Sie zeigt damit Wege zu einem klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 durch eine Kombination aus Energieeinsparung und dem Einsatz erneuerbarer Energien auf. Die Energieeffizienzstrategie Gebäude wird im Rahmen des Monitorings zur Energiewende stetig weiterentwickelt.

Die Berichte und die Strategie im Original finden Sie hier:

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