Pressemitteilung
14.9.2015

Gabriel gibt Karl-Schiller-Büste eine Heimat

Büste von Karl Schiller; Quelle: BMWi/Maurice Weiss
© BMWi/Maurice Weiss

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hat heute in feierlichem Rahmen eine Büste von Karl Schiller im Wirtschaftsministerium enthüllt. Sie steht künftig neben der Büste von Ludwig Erhard im Foyer des Hauses, in dem auch ankommende Staats- und Ehrengäste begrüßt werden. Als Ehrengäste des Festakts waren Detlef Prinz, Leihgeber der Karl-Schiller-Büste, der Künstler Bertrand Freiesleben sowie Dr. Klaus von Dohnanyi, Wegbegleiter und Staatssekretär unter Karl Schiller geladen. Die ehemaligen Wirtschaftsminister Werner Müller, Michael Glos und Rainer Brüderle wohnten dem Festakt ebenfalls bei.

Bundesminister Gabriel: "Karl Schiller war einer der großen Wirtschaftspolitiker unseres Landes. So viel Markt wie möglich, so viel Staat wie nötig - mit diesem Bekenntnis zeigte er der Politik die Option auf, nicht nur auf die Selbstheilungskräfte des Marktes zu warten, sondern frühzeitig gegen drohende Konjunkturkrisen anzusteuern. Dieser Grundgedanke ist auch für die Wirtschaftspolitik des 21. Jahrhunderts von Bedeutung. Mit der Büste erhält Karl Schiller nun einen verdienten Ehrenplatz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie."

Der SPD-Politiker Karl Schiller war von 1966 bis 1972 Bundesminister für Wirtschaft. Von 1971 bis 1972 war er zusätzlich Bundesminister der Finanzen. Als "Superminister" unter Willy Brandt prägte er das ökonomische Denken seiner Zeit entscheidend. Mit Initiativen wie der Konzertierten Aktion und dem Stabilitäts- und Wachstumsgesetz erneuerte er die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland.

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