Pressemitteilung
4.9.2015

Startkapital und Expertenunterstützung für Preisträger des "Gründerwettbewerb - IKT Innovativ"

Die Preisträger des IKT-Gründerwettbewerbs; Quelle: BMWi/Wolfgang Borrs
Die Preisträger des IKT-Gründerwettbewerbs
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© BMWi/Wolfgang Borrs

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am heutigen Freitag siebzehn Preisträger im begehrten "Gründerwettbewerb - IKT Innovativ" ausgezeichnet. Jeweils 30.000 Euro Startkapital erhalten die Gewinner der fünf Hauptpreise für die Umsetzung ihrer Geschäftsidee aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Zwölf weitere Preisträger erhalten jeweils 6.000 Euro für die Unternehmensgründung. Neben dem Startkapital erhalten alle Gewinner aktive Unterstützung durch ein bundesweites Expertennetzwerk, das den Start-ups beim Schritt in die Selbstständigkeit mit Rat und Tat zur Seite steht. 

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: "Als eigene Chefin oder eigener Chef setzen viele junge Talente in Deutschland jedes Jahr tragfähige Geschäftskonzepte um, beweisen Mut und Kreativität und leisten einen wichtigen Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung. 97 Prozent der Neugründungen des Gründerwettbewerbs sind auch nach den ersten Geschäftsjahren weiter am Markt aktiv. Sie konnten sich mit durchschlagendem Erfolg in den verschiedensten Branchen etablieren. Das zeigt, dass wir das Gründungspotenzial der deutschen IKT-Branche noch lange nicht ausgeschöpft haben."

Preisträger

Folgende Gründungsvorhaben wurden mit einem der fünf Hauptpreise ausgezeichnet:

  • GraphHopper aus München schafft mit einer Software für Entwickler die Möglichkeit, Routenplanung an individuelle Anforderungen unterschiedlicher Kunden anzupassen und in Anwendungen aus den Bereichen Mobilität, Logistik und Freizeit zu integrieren.
  • Innsystec aus Aachen hat einen Chip für das Senden von Daten entwickelt, auf dem Signalverarbeitung und Leistungsverstärker so geschickt integriert sind, dass der Energieverbrauch von Mobilfunkanlagen signifikant sinkt.
  • MiCROW aus Oldenburg bietet insbesondere kleinen und mittelständischen Hochtechnologieunternehmen ein bislang einzigartiges Mikromontagewerkzeug an.
  • Sensape aus Leipzig setzt auf Basis erkannter Merkmale wie Geschlecht, Alter, Gemütsverfassung, Körperposen und Gesten eine interaktive Werbung oder Produktpräsentation um, die zur Zielgruppe passt.
  • Toposens aus München entwickelt 3D-Sensorsysteme auf Basis von Ultraschall- und Radartechnik. Der sehr kleine 3D-Ultraschallscanner erfasst die Struktur von Personen und Gegenständen präzise in Echtzeit und gibt dreidimensionale Objekte anschließend als Punktewolke aus.


Weitere Preise erhielten:

  • Bioacoustictechnology (Nürnberg), ein akustisches Monitoringsystem für den Fledermausschutz.
  • Calovo (Wiesbaden), ein Portal für digitales Kalendermarketing.
  • Conbox (Leipzig) eine Plattform für das interaktive TV-Erlebnis.
  • Desaia (Berlin), eine Software für die Programmierung virtueller Welten.
  • e-Reha (Tübingen), ein 3D-Sensor gestütztes Heimtherapiesystem.
  • evalu.run (München), ein mobiler Lauftrainer, der die Lauftechnik mittels Kraftsensoren zu optimieren hilft.
  • InfiniScreen (Saarbrücken), eine Software, die kabellose Bildschirmübertragung über das IP-Netzwerk ermöglicht.
  • ParkHere (München), ein Sensorsystem für optimierte Parkplatzauslastung.
  • skillconomy (Düsseldorf), eine Software zur effizienten Nutzung firmeninternen Wissens.
  • QMedify (München), eine Online-Software zur Erstellung medizinischer Befunde.
  • Trustami (Berlin), ein System zur Ermittlung der Vertrauensbasis bei Internetgeschäften.
  • virtualQ® (Stuttgart), ein Warte-Service für Call-Center-Kunden.

Prämiert werden Gründungsvorhaben, deren Geschäftsmodell maßgeblich auf innovativen Anwendungen aus dem Bereich der IKT basiert. Seit der ersten Runde 2010 wurden bereits 179 Gründungen in ihren Vorhaben unterstützt. Im kommenden Jahr soll diese sehr erfolgreiche Initiative unter dem Namen "Gründerwettbewerb Digitale Technologien" als eine Maßnahme im Handlungsfeld "Digitale Wirtschaft und digitales Arbeiten" der "Digitalen Agenda 2014 - 2017" neu aufgelegt werden.

Weitere Informationen und die Profile der Gewinner sind abrufbar unter: www.gruenderwettbewerb.de.

Bilder der Preisverleihung finden Sie hier.