Pressemitteilung
4.9.2015

Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im Berichtsmonat Juli 2015

Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe; Quelle: Monty Rakusen/cultura/Corbis
© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt [2] gegenüber dem Vormonat um 1,4 % zurückgegangen. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen ging die Bestelltätigkeit um 1,0 % zurück. Die Bestellungen von Investitionsgütern nahmen um 1,6 % ab, während die Auftragseingänge für Vorleistungsgüter nahezu stagnierten (-0,2 %). Die Nachfrage nach Konsumgütern ging um 6,3 % zurück. Positive Impulse kamen im Juli hauptsächlich aus dem Inland (+4,1 %).

Trotz des aktuellen Rückgangs bleiben die Auftragseingänge in der Tendenz deutlich aufwärtsgerichtet. Vor allem die Bestelltätigkeit im Bereich der Investitionsgüter entwickelte sich seit dem Frühjahr recht dynamisch aufwärts. Dabei profitiert die Industrie maßgeblich von der Auslandsnachfrage, insbesondere aus dem Euroraum.

Die wirtschaftliche Erholung im Euroraum und der schwache Euro beflügeln das Auslandsgeschäft. Im Inland entwickelt sich die Nachfrage weiterhin verhalten, auch wenn sich der Maschinenbau im Juli über zahlreiche Bestellungen freuen konnte. Insgesamt sprechen diese Daten für eine weiter leicht aufwärtsgerichtete Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 4. September 2015.
[2] Vorläufige Angaben; Saisonbereinigungsverfahren Census X-12-ARIMA.