Pressemitteilung
7.8.2015

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juni 2015

Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe; Quelle: istockphoto.com/Tony Tremblay
© istockphoto.com/Tony Tremblay

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe fiel nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] im Juni preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt [2] um 1,4 % geringer aus als im Vormonat. Die Industrieproduktion ging im Juni um 1,3 % zurück. Stärker war der Rückgang der Produktion im Baugewerbe mit 4,5 %. Hierzu hat das Ausbaugewerbe überdurchschnittlich beigetragen. Innerhalb der Industrie fiel insbesondere die Produktion von Investitionsgütern niedriger aus, unter anderem im Maschinenbau und der Kfz-Branche. Da Fronleichnam dieses Jahr in den Juni gefallen ist, dürften Brückentagseffekte einen dämpfenden Effekt gehabt haben.

Im Durchschnitt des zweiten Quartals stagnierte die Produktion im Produzierenden Gewerbe (± 0,0 %). Die Industrieproduktion wurde leicht um 0,2 % und damit etwas schwächer als im ersten Quartal ausgeweitet. Während die Produktion von Vorleistungsgütern im zweiten Quartal zurückging, konnte die Erzeugung von Investitions- und Konsumgütern gesteigert werden. Im Baugewerbe nahm die Produktion im zweiten Quartal um 2,3 % ab.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich im Frühjahr wenig dynamisch entwickelt. Dies lag vor allem am Baugewerbe, das nach dem starken ersten Quartal einen Rückprall erlebte. Die Rahmenbedingungen für die Branche bleiben aber weiterhin gut. Die Industrieproduktion konnte wie im Vorquartal leicht zulegen. Angesichts der zuletzt positiven Auftragsentwicklung und der weiterhin guten Stimmung in den Unternehmen ist in den kommenden Monaten mit einer Fortsetzung des moderaten Aufwärtstrends in der Industrie zu rechnen.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. August 2015.
[2] Vorläufige Angaben; Saisonbereinigungsverfahren Census X-12-ARIMA.