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Gemeinsame Pressemitteilung
28.4.2015

"Dienstleistungen 4.0" - Mit Digitalisierung Dienstleistungen zukunftsfähig machen

Staatssekretär Matthias Machnig (Mitte), DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben (links) und Ver.di Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder; Quelle: BMWi/Maurice Weiss
Staatssekretär Matthias Machnig (Mitte), DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben (links) und Ver.di Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder
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© BMWi/Maurice Weiss

Der Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Matthias Machnig, der DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben und das ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder haben heute im Bundeswirtschaftsministerium die Konferenz "Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung für die Dienstleistungswirtschaft" eröffnet. Die gemeinsam von BMWi, DIHK und ver.di organisierte Veranstaltung bietet rund 250 Unternehmern, Vertretern von Verbänden, Gewerkschaften sowie anderer Organisationen der Dienstleistungswirtschaft die Möglichkeit, sich mit neuen Entwicklungen und Trends auseinanderzusetzen. 

Staatssekretär Machnig: "Die zunehmende Digitalisierung verändert auch die Dienstleistungswirtschaft von Grund auf. Neue Geschäftsmodelle entstehen, Arbeit verändert sich. Es ist von essenzieller Bedeutung, dass die Dienstleistungswirtschaft in Deutschland hier am Puls der Entwicklungen bleibt. Sie darf nicht nur auf neue Entwicklungen reagieren, sondern muss aktiv ihre Chancen nutzen, um als Vorreiter die digitale Entwicklung mit zu gestalten. Das Ziel ist, auch Dienstleistungen noch stärker in die digitale Wertschöpfungskette einzugliedern. Nicht nur 'Industrie 4.0', sondern auch 'Dienstleistungen 4.0' soll ein weltweites Qualitätsversprechen werden." 

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben hob in seiner Keynote hervor: "Die Digitalisierung löst in der Dienstleistungswirtschaft einen gravierenden Strukturwandel aus. Internetbasierte Dienstleistungen, sogenannte 'Smart Services', sind für die weitere Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft entscheidend. Deshalb investieren die Unternehmen in gut ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter, die mit digitalen Technologien vertraut sind. Wir brauchen vor allem aber auch ein leistungsfähiges Breitbandnetz, damit die neuen Dienstleistungen überall verfügbar sind. Die Politik muss hier die notwendigen Voraussetzungen schaffen: Die Digitale Agenda der Bundesregierung muss mit Nachdruck umgesetzt werden." 

Ver.di Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder erklärte: "Digitalisierung realisiert weder nachhaltigen Unternehmenserfolg noch gute Arbeit im Selbstlauf, sondern bedarf der Gestaltung. Dazu gehören Qualitätsstandards der Soft- und Hardware-Ergonomie, der Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsorganisation und natürlich ein angemessener Schutz der Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten. Dazu gehören aber auch Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote, die den neuen Anforderungen gerecht werden und die auch zeitlich in Anspruch genommen werden können. Und nicht zuletzt müssen wir die gesamte Wirtschaft in den Blick nehmen und eine 'Digitalisierungsdividende' mit Beschäftigungssicherung verbinden." 

Angesichts der vielfältigen Herausforderungen der Digitalisierung haben das BMWi, der DIHK und ver.di in einer gemeinsamen Erklärung zentrale Maßnahmen und Schritte vereinbart. So haben DIHK und ver.di verabredet, ihre bundesweiten Netzwerke zu nutzen, um für Veranstaltungen zu praxisrelevanten Themen der Digitalisierung anzubieten. Mit einer BMWi-"Science Dating"-Veranstaltungsreihe sollen die Vernetzung und der Austausch von Unternehmen und Forschungseinrichtungen verbessert werden. 

Wichtige Digitalisierungsfragen für die Dienstleistungswirtschaft sollen zudem im Rahmen der Digitalen Agenda und des IT-Gipfel-Prozesses verstärkt eingebracht werden. Durch einzelne branchen- und themenorientierte Workshops soll Start-ups wie auch etablierten Unternehmen die Möglichkeit eröffnet werden, sich zu vernetzen und ihre Expertise einzubringen. 

Die Gemeinsame Erklärung von BMWi, DIHK und ver.di finden Sie hier (PDF: 298 KB).