Pressemitteilung
5.1.2015

Anwendungsnahe Forschung für die Energiewende: Neue Förderbekanntmachung in Kraft getreten

Forscherin bei der Interferenzlithographie symbolisiert Energieforschung; Quelle: BMWi/Holger Vonderlind
© BMWi/Holger Vonderlind

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms eine neue Förderbekanntmachung im Bundesanzeiger veröffentlicht, die am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist. Damit werden die Kernbereiche Erneuerbare Energien und Energieeffizienz eng verzahnt und in einem systemorientierten Ansatz weiterentwickelt.

Der bis zum Jahr 2050 angestrebte Umbau der Energieversorgung in Deutschland auf Basis erneuerbarer Energien und hoher Effizienz ist nur durch innovative Technologien und Systemlösungen erreichbar. Voraussetzung dafür ist ein breiter Ansatz von angewandter Forschung und technologischer Entwicklung in enger Kooperation der Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft. Zu diesem Zweck stärkt das BMWi die anwendungsnahe Energieforschung und richtet den Fokus seiner Projektförderung erstmals auf die gesamte Energiekette: Von der Energiebereitstellung und -umwandlung über den Transport und die Verteilung einschließlich der Energiespeicherung bis hin zum Energieeinsatz in verschiedenen Sektoren, wie etwa in der Industrie oder im Gebäudebereich.

Mit der Neuausrichtung der anwendungsnahen Forschungsförderung im Energiebereich ergeben sich neue, weiterführende Möglichkeiten durch interdisziplinäre Forschungsansätze. Ziel ist, die erheblichen wirtschaftlichen und technologischen Risiken bei der Entwicklung neuer Energie- und Effizienztechnologien zu reduzieren und Systemoptimierung durch Innovationen zu ermöglichen.

Damit leistet die Energieforschung einen wichtigen Beitrag zu den übergeordneten Vorgaben der Energiewende, insbesondere um:

  • die Energieeffizienz bei der Bereitstellung, Verteilung und Nutzung von Energie zu erhöhen,

  • die Anlagen und Systeme der Erneuerbaren Energien für ein Energiesystem der Zukunft weiter zu qualifizieren,

  • die energiebedingten Treibhausgasemissionen zu senken,

  • die Stromgestehungskosten durch höhere Wirkungsgrade und optimierte Produktion der Anlagen und Systeme zu reduzieren,

  • die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und Forschungseinrichtungen international zu steigern und zukunftsfähige, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.

Gegenstand der neuen Förderbekanntmachung in der Energieforschung des BMWi sind alle energierelevanten Technologiebereiche (außer Biomasse) sowie Vorhaben zur Systemintegration und die Energiesystemanalyse. Neben der nationalen Energieforschung adressiert die neue Förderbekanntmachung auch die Stärkung der europäischen und internationalen Zusammenarbeit im Rahmen des Strategic Energy Technology (SET)-Plans und der Kooperationsplattformen der Internationalen Energie Agentur (IEA-Implementing Agreements). 

Mit der Betreuung und Abwicklung der Fördermaßnahmen wurde der Projektträger Jülich beauftragt. Er ist Ansprechpartner bei inhaltlichen und administrativen Fragestellungen sowie bei der Antragsberatung. Nähere Informationen hierzu sind abrufbar auf der Internetseite des Projektträgers Jülich: www.ptj.de.

Die Förderbekanntmachung wurde am 30. Dezember 2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht und kann hier (PDF: 1,12 MB) mit freundlicher Genehmigung des Bundesanzeiger-Verlags heruntergeladen werden.

Weitergehende Informationen zur aktuellen Energiepolitik finden Sie im alle 2 Wochen erscheinenden Newsletter "Energiewende direkt".

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