Logos des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und IfM Bonn
Gemeinsame Pressemitteilung
4.11.2014

Round Table Mittelstand: Qualität vor Quantität auch bei Existenzgründungen

Staatssekretärin Iris Gleicke (3. Reihe von hinten, links) mit den Teilnehmern des Round Table Mittelstand; Quelle: BMWi/Anja Blumentritt
Staatssekretärin Iris Gleicke (3. Reihe von hinten, links) mit den Teilnehmern des Round Table Mittelstand
Zoom
© BMWi/Anja Blumentritt

Gestern kamen in Berlin Experten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Instituts für Mittelstandsforschung mit Wissenschaftler(innen) weiterer Forschungsinstitute und Vertreter(innen) von Mittelstandsverbänden zum Round Table Mittelstand zusammen. Die Expertenrunde diskutierte vor dem Hintergrund sinkender Existenzgründerzahlen über Chancen und Herausforderungen des Gründungsgeschehens in Deutschland.

Ein wesentliches Ergebnis der Expertenrunde: Es ist weniger die Anzahl der gegründeten Unternehmen entscheidend, als vielmehr ihr Wachstumspotenzial und die Nachhaltigkeit der Gründungen. Studien belegen, dass vor allem innovative Gründungen mehr Mitarbeiter beschäftigen und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Allerdings scheidet bereits in den ersten drei Jahren fast jede dritte Neugründung wieder aus dem Markt aus.

Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung: "Wir brauchen mehr Gründerinnen und Gründer, die Mut haben und selbst anpacken. Innovative Gründungen sind Ideenschmieden für die gesamte Wirtschaft und bringen den Wettbewerb voran. Die Wissenschaft bestätigt, dass wir noch Luft nach oben haben. Deshalb wollen wir die Gründungsdynamik stärken. Als Mittelstandsbeauftragte geht es mir besonders um bessere Rahmenbedingungen, damit kreative und innovative Ideen erfolgreich am Markt umgesetzt werden können. Denn nur, wenn Start-ups die passende Finanzierung oder das nötige Wachstumskapital finden, schaffen sie den Markteintritt und können expandieren."

IfM-Präsidentin Prof. Dr. Friederike Welter zeigte sich sehr zufrieden mit dem Format des Round Table Mittelstand: "Nicht allein die Erforschung des Mittelstands durch die Forschungsinstitute gibt Erkenntnisse über Trends in der mittelständischen Wirtschaft. Es kommt vielmehr auf den Dialog zwischen den verschiedenen Gruppen an - also zwischen der Mittelstandsforschung, der mittelständischen Wirtschaft und der Mittelstandspolitik. Aus diesem Grund hat das IfM Bonn den Round Table Mittelstand neu belebt", erläuterte die IfM-Präsidentin, die zugleich einen Lehrstuhl an der Universität Siegen innehat.

Im Rahmen des Round Table Mittelstand wollen sich künftig Professor(innen) sowie Institutsleiter(innen) aus dem Bereich Mittelstandsforschung gemeinsam mit Vertreter(innen) von Mittelstandsverbänden einmal pro Jahr zu aktuellen Forschungsergebnissen austauschen und daraus Handlungsempfehlungen für die Mittelstandspolitik ableiten.

weitere Informationen zum Thema