Pressemitteilung
9.10.2014

Staatssekretärin Gleicke betont Bedeutung von Netzwerken für mittelständische Unternehmen

Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie; Quelle: BMWi/Susanne Eriksson
Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie
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© BMWi/Susanne Eriksson

Iris Gleicke, Ost- und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung sowie Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, eröffnete heute die 13. Netzwerktagung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Das technologie- und branchenoffene Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt die gemeinsame Forschung und Entwicklung von mittelständischen Unternehmen und mit diesen verbundenen Forschungseinrichtungen. Wichtige Voraussetzung für das Funktionieren dieser Netzwerke sind qualifizierte Netzwerkmanagerinnen und -manager, die den Innovationsprozess moderieren, organisieren und als Multiplikatoren fungieren. Unter dem Motto "Netzwerke - Der Schlüssel zum Erfolg. Wettbewerbsvorteile für KMU" lud das BMWi daher u. a. etwa 180 Netzwerkmanager ein, sich über "best practice"-Beispiele und gutes Netzwerkmanagement zu informieren und auszutauschen. 

Staatssekretärin Gleicke: "Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind bei Forschung und Entwicklung häufig auf Kooperationen angewiesen. Die Bündelung von Kompetenzen in Netzwerken ermöglicht es ihnen, Innovationen umzusetzen und ihre Bekanntheit zu steigern. Deswegen fördert das Bundeswirtschaftsministerium aktiv die Forschungszusammenarbeit in der Wirtschaft sowie zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Nur wenn alle Beteiligten effektiv zusammenarbeiten, können die Netzwerke ihre Innovationskraft für die Wirtschaft voll entfalten." 

Die Netzwerkförderung nimmt eine besondere Rolle im ZIM ein. In einem ZIM-Netzwerk erarbeiten die Unternehmen zusammen mit den beteiligten Forschungseinrichtungen eine technologische Roadmap, mit der die Akteure ihr gemeinsames Ziel umsetzen wollen. Dafür werden aus dem Netzwerk heraus Forschungs- und Entwicklungsprojekte generiert. Durch geförderte Forschung und Entwicklung entstehen neue und verbesserte Produkte und Dienstleistungen, die sowohl den Zugang zu neuen Märkten ebnen als auch die Lebensqualität der Menschen verbessern. Bisher wurden 202 Netzwerke gefördert; hieran waren rund 2000 Unternehmen und 400 Forschungsinstitute beteiligt. 

Ein Beispiel der ZIM-Netzwerkförderung ist POLY-LAB.NET. Das Netzwerk aus 14 sächsischen Firmen und zwei Forschungsinstituten entwickelte ein Leichtbaufahrzeug für den landwirtschaftlichen Einsatz, das über zwei elektrisch betriebene Radnabenmotoren angetrieben wird. Durch den Einsatz neuartiger Verbundmaterialien ist das Fahrzeug mit rund 300 kg Eigengewicht leichter als ein Kleinwagen und trotzdem in der Lage, schwere Lasten bis zu einer Tonne Gewicht zu transportieren. Durch den geräuschlosen und abgasfreien Betrieb eignet es sich besonders für den Einsatz in Ställen oder Grünanlagen. 

Das ZIM ist mit über 27.000 geförderten Projekten und einer Bewilligungssumme von mehr als 3,6 Mrd. Euro das erfolgreichste Förderprogramm zur Unterstützung des innovativen Mittelstands in Deutschland. Mit dem Eigenanteil der Unternehmen wurden damit zusätzliche Investitionen in Forschung und Entwicklung von mindestens 7,2 Mrd. Euro angestoßen. Das Programm ist technologie- und branchenoffen und besonders auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen ausgerichtet.

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