Pressemitteilung
4.9.2014

Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Berichtsmonat Juli 2014

Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe; Quelle: Monty Rakusen/cultura/Corbis
© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge in der Industrie im Juli preis-, kalender- und saisonbereinigt [2] gegenüber dem Vormonat um 4,6 % gestiegen. Im Juni waren sie aufwärts korrigiert um 2,7 % gesunken. Der Anteil der Großaufträge war für einen Juli stark überdurchschnittlich. Unter Herausrechnung der Großaufträge legten die Bestellungen im Juli um 2,1 % zu. Deutlich angestiegen sind die Aufträge für Investitionsgüter (+8,5 %). Insgesamt kam das Auftragsplus im Juli mit +6,9 % mehrheitlich aus dem Ausland. Die Inlandsbestellungen legten um 1,7 % zu.

Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai gingen die Auftragseingänge zwar noch leicht zurück. Das Niveau der Auftragseingänge insgesamt lag im Juli aber wieder über dem durchschnittlichen Niveau der ersten beiden Quartale. Dabei entwickeln sich die Auftragseingänge aus dem Ausland auch in der Tendenz günstiger als die aus dem Inland.

Nach der Verunsicherung der Wirtschaft durch die geopolitischen Entwicklungen und der konjunkturellen Abschwächung im zweiten Quartal liefert der kräftige Anstieg der Bestelltätigkeit ein ermutigendes Signal für die Industriekonjunktur. Großaufträge spielten hierbei eine Rolle, aber auch unter Herausrechnung der Großaufträge entwickelte sich die Bestelltätigkeit in den letzten beiden Monaten erfreulich positiv.

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[1] Pressemitteilung des Statistisches Bundesamtes vom 4. September 2014.
[2] Vorläufige Angaben; Saisonbereinigungsverfahren Census X-12-ARIMA.