Pressemitteilung
28.8.2014

Gabriel: Wir brauchen mehr Investitionen im westlichen Balkan

Bundesminister Sigmar Gabriel (6.v.r.), Vizepräsident der EU-Kommission Günther Oettinger (7.v.r.) und Teilnehmer der Wirtschaftskonferenz zum westlichen Balkan; Quelle: BMWi/Susanne Eriksson
Bundesminister Sigmar Gabriel (6.v.r.), Vizepräsident der EU-Kommission Günther Oettinger (7.v.r.) und Teilnehmer der Wirtschaftskonferenz zum westlichen Balkan
Zoom
© BMWi/Susanne Eriksson

Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hat heute in Berlin die hochrangige Wirtschaftskonferenz zum westlichen Balkan eröffnet. Zur gemeinsamen Diskussion lud er neben dem Vizepräsidenten der EU-Kommission, Günther Oettinger, auch seine albanischen, bosnisch-herzegowinischen, kosovarischen, kroatischen, mazedonischen, sowie montenegrinischen, serbischen und slowenischen Amtskollegen ein.

Bundesminister Gabriel: "Wir brauchen mehr Investitionen im westlichen Balkan, um nachhaltige Impulse für diese Region zu geben. Dabei widmen wir uns vor allem drei strategischen Handlungsfeldern: Investitionen erhöhen, Exportkraft steigern und Ausbildung verbessern. Dazu gehören insbesondere verlässliche und berechenbare Rahmenbedingungen und leistungsfähige Energie- und Transportinfrastrukturen".

Bundesminister Gabriel erneuerte das Versprechen von Thessaloniki: Alle Staaten des westlichen Balkans haben eine europäische Perspektive. Der Beitritt zur Europäischen Union ist dabei kein Automatismus, sondern Ergebnis langjähriger, tiefgreifender Reformen, insbesondere in der Wirtschaftspolitik. Als positives Vorbild für den Westbalkan gilt das seit 10 Jahren zur Europäischen Union gehörende Slowenien. Der Handel mit Deutschland hat sich dort seit dem EU-Beitritt um rund 80 % erhöht.

Inhaltliche Schwerpunkte der Wirtschaftskonferenz waren insbesondere Fragen der Energieversorgung, die für die Staaten des westlichen Balkans und für Europa insgesamt eine große Rolle spielen. Im Fokus standen dabei die Energieinfrastruktur und die Energieversorgungssicherheit, aber auch Möglichkeiten einer engeren regionalen Zusammenarbeit auf dem westlichen Balkan im Rahmen der Energiegemeinschaft. Deutschland wird diesen Prozess mit seinen Erfahrungen aus der Energiewende begleiten.

Als einer der wichtigsten Wirtschaftspartner der Staaten des westlichen Balkans trägt Deutschland stark zur Entwicklung der Region bei. Mit rund 18 Mrd. Euro erreichte der Handel mit dem westlichen Balkan 2013 einen neuen Höchststand.

Die Wirtschaftskonferenz fand im Rahmen der von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel initiierten hochrangigen Konferenz zum westlichen Balkan statt.

weitere Informationen zum Thema

Pressemitteilungen

Video

Wirtschaftskonferenz zum westlichen Balkan am 28.08.2014

Zur vergrößerten Ansicht