Pressemitteilung
23.6.2014

Ostbeauftragte Gleicke: Mit Graswurzel-Projekten kreativ den demografischen Wandel packen

Veranstaltung im BMWi zu Demografie-Projekten mit Vorbildcharakter

Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, (3.v.r.) mit den Teilnehmern der Veranstaltung "Vorbild sucht Nachahmer"; Quelle: BMWi/Susanne Eriksson
Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, (3.v.r.) mit den Teilnehmern der Veranstaltung "Vorbild sucht Nachahmer"
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© BMWi/Susanne Eriksson

Unter dem Motto "Vorbild sucht Nachahmer" sind heute mehr als 200 Experten im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin zusammengekommen, um sich über ihre Erfahrungen bei der Gestaltung des demografischen Wandels vor Ort auszutauschen.

Die Teilnehmer präsentierten mit Projekten, wie sie in ihren Städten und Gemeinden auf die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft reagieren. Dazu zählt zum Beispiel der KombiBus als "moderne Postkutsche", der - wie jeder Linienbus - Menschen von A nach B transportiert. Weil die Fahrgäste in der Uckermark immer weniger werden, dürfen jetzt auch Lebensmittel, Pakete und andere Güter mitfahren. Mit dem Projekt KitaMobil geht eine Verbandsgemeinde aus der Altmark einen Schritt in die mobile Zukunft auf dem Lande. Ein Kita-Netzwerk mit eigenem Bus bietet ein neues Angebot für junge Familien.

Die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Iris Gleicke, betonte, dass es meist die vielen kleinen Schritte sind, die auf neue, gute Wege führen und ein Umdenken einleiten: "Patentrezepte gibt es keine, aber viele ermutigende Beispiele dafür, wie man mit Kreativität und Elan die Folgen des demografischen Wandels bewältigen und für eine anständige Daseinsvorsorge sorgen kann. Die heute vorgestellten Projekte sind Graswurzel-Projekte, die uns zeigen, wo es langgeht und wie wir den demografischen Wandel packen können. Jetzt kommt es darauf an, dass die Politik diese Erkenntnisse aufgreift und die richtigen Rahmenbedingungen für eine Umgestaltung der Daseinsvorsorge schafft."

Gemeinsam mit Jörg Vogelsänger, Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, und der Bevollmächtigten des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund, Dr. Pirko Kristin Zinnow, würdigte Frau Gleicke das Engagement der vielen Akteure in den Kommunen. Sie machte deutlich, dass der demografische Wandel eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen sei. Insbesondere die strukturschwachen und ländlich geprägten Regionen bräuchten Unterstützung und Solidarität - auch in den westlichen Bundesländern.

"Daher ist mir ein Bündnis zwischen den strukturschwachen Regionen in ganz Deutschland wichtig", betonte die Ostbeauftragte.

In fünf Fachforen wurde über Mobilität im ländlichen Raum, Bürgervereine als Aktionsplattform, Netzwerke, Flexibilisierung von Standards und die Gestaltungsmöglichkeiten von Demografiebeauftragten lebhaft debattiert. Zum Abschluss der Veranstaltung diskutierten Franz Müntefering, Prof. Dr. Klaus Töpfer und Dr. Klingholz vom Berlin-Institut über notwendige Maßnahmen der Politik zum Umgang mit dem demografischen Wandel.

Weitere Informationen sowie die Poster-Ausstellung zur Veranstaltung finden Sie hier.

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