Pressemitteilung
8.10.2013

Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im August 2013

Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe; Quelle: Monty Rakusen/cultura/Corbis
© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Die Auftragseingänge in der Industrie schwächten sich im August vorläufigen Angaben zufolge [1] preis-, kalender- und saisonbereinigt [2] gegenüber dem Vormonat leicht um 0,3 % ab. Im Juli waren sie aufwärts revidiert um 1,9 % gesunken, da das Juni-Ergebnis aufgrund von Großaufträgen besonders hoch ausgefallen war. Im August war der Umfang an Großaufträgen unterdurchschnittlich. Während die Inlandsbestellungen insgesamt (+2,2 %) und insbesondere die von Investitionsgütern (+4,7 %) zulegten, gingen die Auftragseingänge aus dem Ausland zurück (-2,1 %). Die Gesamtnachfrage (Inland und Ausland) nach Investitionsgütern (-0,7 %) und Konsumgütern (-0,4 %) schwächte sich ab. Die Vorleistungsgüter verbuchten dagegen ein leichtes Auftragsplus (+0,5 %).

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni erhöhte sich das Ordervolumen in der Industrie leicht um 0,2 %. Auch im Zweimonatsvergleich nahmen die Auftragseingänge aus dem Inland mit +2,7 % kräftig zu, während die Bestellungen aus dem Ausland um 1,7 % zurückgingen. Getragen wurde die leichte Zunahme der Bestellungen durch den Anstieg des Ordervolumens bei Vorleistungsgütern um 0,9 %. Bei Investitionsgütern gab es einen Rückgang um 0,2 %. Bestellungen von Konsumgütern gingen um 1,1 % zurück.

Ihr Vorjahresniveau überschritten die Auftragseingänge in der Industrie im Juli/August arbeitstäglich bereinigt um 2,6 %. Die Inlandsbestellungen lagen dabei um 2,5 %, die Auslandsbestellungen um 2,8 % über ihrem Stand vor einem Jahr.

Trotz der Rückgänge in den letzten beiden Monaten liegt das Ordervolumen weiterhin über dem durchschnittlichen Niveau des zweiten Quartals. Die positive Tendenz bleibt, gemessen an den Mehrmonatsvergleichen, bestehen. Dies gilt auch für die Entwicklung der Bestellungen ohne die stärker schwankenden und in der Regel erst über einen langen Zeitraum produktionswirksam werdenden Großaufträge. Dabei deutet der starke Anstieg der Inlandsnachfrage nach Investitionsgütern auf eine sich belebende Investitionstätigkeit hin.

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[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.


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