Pressemitteilung
7.8.2013

Rösler trifft norwegischen Öl- und Energieminister Ola Borten Moe

Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (rechts), mit Ola Borten Moe, norwegischer Erdöl- und Energieminister
Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (rechts), mit Ola Borten Moe, norwegischer Erdöl- und Energieminister
Zoom
© BMWi

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, empfing heute seinen norwegischen Amtskollegen Ola Borten Moe in Berlin zu einem Gespräch. Dabei wurden die deutsch-norwegische Zusammenarbeit im Energiebereich sowie aktuelle energiepolitische Entwicklungen in beiden Ländern und in der EU besprochen. Vor allem Planung und Bau einer ersten Seekabelverbindung - einem Interkonnektor - von Norwegen nach Deutschland und die Rolle von norwegischem Gas für die deutsche Gasversorgungssicherheit standen im Mittelpunkt der Beratungen.

Bundesminister Dr. Rösler und der norwegische Öl- und Energieminister Ola Borten Moe: "Wir sind überzeugt, dass Deutschland und Norwegen auch in Zukunft enge Kooperationspartner nicht nur bei Öl und Gas, sondern auch im Strombereich sein werden. Daher freuen wir uns besonders über Fortschritte, die bei dem Bau des Interkonnektors zwischen Deutschland und Norwegen bereits erzielt wurden. In den letzten zwölf Monaten haben die beteiligten Partner Statnett, TenneT und KfWmit der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung und der Beantragung einer Lizenz in Norwegen wichtige Meilensteine zur Verwirklichung dieses ambitionierten Projekts erreicht."

Beide Minister unterstrichen die sehr gute Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern v.a. im Gas- und Ölsektor, die sich seit Jahrzehnten durch hohe beiderseitige Zuverlässigkeit und Vertrauen auszeichnet. Ziel der Bundesregierung ist es, in der Stromversorgung eine langfristige Kooperation mit Norwegen zu erreichen. Dies soll laut Energiekonzept der Bundesregierung vom 28. September 2010 insbesondere durch die Nutzung norwegischer Speicherkapazitäten erfolgen. Voraussetzung dafür ist die Schaffung entsprechender Stromleitungskapazitäten.

Im Jahr 2012 war Norwegen mit ca. 25 % der deutschen Gasimporte nach Russland Deutschlands zweitwichtigster Gaslieferant. Auf Deutschland entfallen ca. 24 % der Gasexporte Norwegens. Deutschland ist damit zweitgrößtes Abnehmerland. Norwegen ist sechstgrößter Gasexporteur der Welt. Norwegen will durch Ausbeutung der Gasvorkommen in der Barentsee seine Lieferkapazität weiter ausbauen.

Bei Rohöl war Norwegen 2012 mit 10 % Deutschlands drittgrößter Lieferant und sechstgrößtes Abnehmerland für Norwegen.

weitere Informationen zum Thema