Pressemitteilung
30.4.2013

Bundesminister Rösler: Digitalisierung bringt Dynamik in die Gründerszene

Studie zur Zukunft der Gründungsförderung vorgelegt

Unternehmer; Quelle: istockphoto.com/kristian sekulic
© istockphoto.com/kristian sekulic

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) veröffentlicht heute die Studie "Zukunft der Gründungsförderung - neue Trends und innovative Instrumente." Die Studie untersucht, wie die fortschreitende Digitalisierung, neue Kommunikationsformen und alternative Gründungswege Dynamik in die Gründerszene bringen. Sie identifiziert fünf Trends, die zeigen, wie sich Prozesse und Strukturen verändern und neue Chancen für pfiffige Gründungsideen entstehen.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler:

"Die Gründungslandschaft wird heterogener und bietet neue Perspektiven für den Schritt in die Selbständigkeit. Neue Netzwerke, das Outsourcing von Dienstleistungen oder standardisierte Gründungskonzepte ermöglichen es, in kürzester Zeit erfolgreiche Start-ups aufzubauen. Differenziert und modern müssen auch die Unterstützungsangebote für Gründerinnen und Gründer ausgestaltet werden. Aktuell haben wir deshalb mit der neuen Start-App einen neuen, mobilen Gründungsbegleiter entwickelt, der schnell und einfach wichtige Fragen in der Startphase beantwortet."

Die von der evers&jung GmbH, Hamburg, erstellte Studie identifiziert folgende fünf Trends beim Wandel hin zu einer digitalen Netzwerkökonomie auch im Gründungsbereich:

  • Neue Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung und Kontaktaufnahme durch Crowdinvesting. Über deutsche Crowdinvesting-Plattformen wurden bisher mehr als drei Millionen Euro für über 50 Start-ups eingesammelt. Aktuelle Schätzungen zeigen, dass in 2012 ein Finanzierungsvolumen von 4-5 Millionen Euro erreicht wird.
  • Unter dem Stichwort "Partnering" werden die Anforderungen an eine Gründungsberatung 2.0 beschrieben, die viel stärker als bisher auf den Netzwerkgedanken und die Vermittlung von Kontakten über Online-Plattformen basiert. Ziel ist es, über die Wissensvermittlung hinaus den Gründern Einblicke in die Gründungspraxis zu verschaffen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.
  • Ein weiterer Trend ist die Industrialisierung von Start-ups, bei der eine Unternehmensgründung durch einen standardisierten und beschleunigten Gründungsprozess stattfindet und von einem Company Builder und Start-up bzw. Business Accelerator unterstützt wird.
  • Nach der Studie wird es einen Trend zum Outsourcing von Gründungsdienstleistungen und ein verstärktes Angebot für gründungsphasenspezifische Dienstleistungen und Produkte über Internet-Portale geben.
  • Zudem wandelt sich das Bild des Unternehmers in der Wahrnehmung der Gesellschaft. Die Gründung eines eigenen Unternehmens wird für weitere Zielgruppen zur ernsthaften Option, "Gründung wird chic".

Infolge dessen entstehen neue und vielfältige Gründungstypen, heterogene Geschäftskonzepte und innovative Prozesse. Das Ergebnis wird eine heterogene und vielgestaltige Gründungslandschaft in Deutschland sein, die Chancen bietet, Wachstumsimpulse für die gesamte Volkswirtschaft zu geben.

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