Pressemitteilung
2.1.2013

Bundeswirtschaftsministerium fördert Exploration kritischer Rohstoffe

Graphit
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Die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen ist von grundlegender Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Große Herausforderungen liegen dabei insbesondere bei der Versorgung mit stark importabhängigen Industrierohstoffen. Diese wirtschaftsstrategischen und deshalb als kritisch bezeichneten Rohstoffe sind von besonderer technologischer Bedeutung für die Erreichung der energiepolitischen Ziele, der Klimaschutz- und der Effizienzziele der Bundesregierung.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) legt ab 1. Januar 2013 ein ergänzendes Förderprogramm zur Verbesserung der Versorgung Deutschlands mit kritischen Rohstoffen im Rahmen der Rohstoffstrategie der Bundesregierung auf, das so genannte Explorationsförderprogramm. Die Förderung sieht bedingt rückzahlbare Darlehen für entsprechende Projekte im In- und Ausland vor. Antragsberechtigt sind rechtlich selbständige Unternehmen, die zur Durchführung von Rohstoffexplorationsvorhaben technisch und wirtschaftlich in der Lage sind, ihren Sitz und Geschäftsbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland haben und hier die Voraussetzungen für eigene rohstoffwirtschaftliche Tätigkeiten bieten. Das jährliche Budget des vorerst für drei Jahre angelegten Programms beträgt für 2013 7,5 Mio. Euro, für die beiden Folgejahre sind jeweils 10 Mio. Euro geplant.

Das BMWi hat die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in Berlin mit der fachlichen Begleitung des Explorationsförderprogramms beauftragt. Diese nimmt die Förderanträge entgegen, das BMWi entscheidet über die Anträge und ist Zuwendungsgeber. Kritische Rohstoffe sind insbesondere folgende Rohstoffe: Antimon, Beryllium, Kobalt, Fluorit, Gallium, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, Niobium, Platinmetalle, seltene Erden, Tantal und Wolfram.

Informationen zu den Fördervoraussetzungen und zum Antragsverfahren werden von der DERA auf der Internetseite www.deutsche-rohstoffagentur.de bereitgestellt.

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