Pressemitteilung
1.6.2012

Mittelstand begrüßt Klarstellung zur E-Bilanz

Computer, Mouse, Brille und Stift liegen auf Grafiken
© istockphoto.com/ studiocasper

"Die E-Bilanz kommt und sie wird mittelstandsfreundlich umgesetzt", versicherte der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler dem Mittelstandsbeirat bei seiner gestrigen Sitzung. Das Gremium aus mittelständischen Unternehmern sowie Wissenschaftlern und Abgeordneten des Deutschen Bundestages hatte im vergangenen November auf praktische Probleme bei der Umsetzung der elektronischen Bilanz hingewiesen und damit einen Klärungsprozess angestoßen. Der Beirat begrüßte nun die gemeinsame Klarstellung von Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium zur künftigen elektronischen Kommunikation zwischen bilanzierenden Unternehmen und Finanzverwaltung vom 30. Mai 2012. 

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Burgbacher, der die Klärung zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Hartmut Koschyk (BMF), herbeigeführt hatte, erklärte: "Wichtig ist, dass nur die im Hauptbuch der jeweiligen Buchführung enthaltenen Bilanzposten elektronisch übermittelt werden müssen und dass das technische Mittel der Auffangpositionen dauerhaft erhalten bleibt. Damit wird gewährleistet, dass die Unternehmen die E-Bilanz umsetzen können, ohne ihr Buchführungswesen aufwändig anzupassen." 

Der Mittelstandsbeirat erörterte ferner, was den deutschen Mittelstand international so erfolgreich macht. Einigkeit bestand zwischen Unternehmern und Experten, dass neben der besonderen Unternehmenskultur die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland ein entscheidender Erfolgsfaktor für den starken deutschen Mittelstand sind. Trotz allgemein positiver Einschätzung sieht der Mittelstandsbeirat hier weiteren Handlungsbedarf und fordert u. a. eine mittelstandsfreundliche Ausgestaltung der Finanzierungsbedingungen nach "Basel III". Trotz höherer Eigenkapitalanforderungen zur Risikobegrenzung im Bankensektor müsse die Kreditversorgung des Mittelstands gewährleistet bleiben.

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