Pressemitteilung
1.11.2011

Staatssekretär Heitzer setzt Kommission zur Erforschung der Geschichte des BMWi und seiner Vorgängerinstitutionen ein

Staatssekretär Dr. Bernhard Heitzer (3.v.r.) mit den Mitgliedern der Geschichtskommission
Staatssekretär Dr. Bernhard Heitzer (3.v.r.) mit den Mitgliedern der Geschichtskommission
© BMWi

Am heutigen Dienstag hat der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernhard Heitzer, eine unabhängige Geschichtskommission berufen und diese mit der Aufgabe betraut, die Geschichte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und seiner Vorgängerinstitutionen umfassend zu erforschen. Ausgehend von der Gründungsgeschichte des Reichswirtschaftsamtes umfasst das Forschungsprojekt den Zeitraum bis zur Wiedervereinigung im Jahre 1990.

Staatssekretär Heitzer: "Das BMWi favorisiert einen breiteren Untersuchungszeitraum als andere Ressorts. Die Untersuchung der Gründungsgeschichte, der Rolle des Ministeriums im Dritten Reich und seiner Neuausrichtung im geteilten Deutschland nach 1945 soll eine umfassende Aufarbeitung der Geschichte des Ministeriums gewährleisten." 

Als Kommissionsmitglieder wurden berufen:

Prof. Dr. Werner Abelshauser, Universität Bielefeld,
Prof. Dr. Stefan Fisch, Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer,
PD Dr. Dierk Hoffmann, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin,
Dr. Michael Hollmann, Präsident des Bundesarchivs Koblenz,
Prof. Dr. Carl-Ludwig Holtfrerich, Freie Universität Berlin,
Prof. Dr. Albrecht Ritschl, London School of Economics und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des BMWi.

Sie werden einen umfassenden Einblick in Funktion und Wirkungsweise des Wirtschaftsressorts erarbeiten. Dabei soll die Analyse der NS-Vergangenheit einen wichtigen Themenschwerpunkt der Arbeit bilden. Durch die Untersuchung der Strukturen in der ehemaligen DDR wird zudem die gesamtdeutsche Perspektive des Projekts unterstrichen.

Bis auf den Präsidenten des Bundesarchivs, der die Archivarbeit der Forscher unterstützen wird, werden alle Kommissionsmitglieder selbst forschen und als Autoren tätig sein. Bei ihrer Arbeit werden sie sich in erster Linie auf die Auswertung von Primärquellen stützen. 

Das Projekt soll Ende 2015 abgeschlossen sein.

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