Pressemitteilung
9.5.2011

Brüderle: Mit leistungsfähigen Netzen schneller ins Zeitalter der regenerativen Energien

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, hat heute seine zuständigen Amtskollegen aus den Ländern zu einem Energie-Gespräch nach Berlin eingeladen. Themen wie Netz- und Kraftwerksausbau und Speichertechnologien standen im Mittelpunkt des Treffens.

Bundesminister Brüderle: "Das Gespräch mit meinen Länderkollegen hat gezeigt, dass wir das gleiche Ziel vor Augen haben: Den Weg ins regenerative Zeitalter konsequent und zügig zu beschreiten. Diesen Kraftakt können Bund und Länder nur gemeinsam stemmen. Besonders deutlich wird das im Bereich des Netzausbaus. Hier müssen wir den Turbo anwerfen. Das geht nur, wenn wir zu vernünftigen Kompromissen kommen - gerade bei widerstreitenden Interessenlagen. Bisher haben wir noch einen Flickenteppich von Länderzuständigkeiten. Deshalb habe ich mich für einen Bundesnetzplan aus einem Guss ausgesprochen und dies mit meinen Länderkollegen intensiv erörtert. Die entsprechenden Genehmigungsverfahren könnten bei der Bundesnetzagentur gebündelt werden. Selbstverständlich werden die Länder in diesem Verfahren effektiv beteiligt."

Angesichts des Treffens äußerte sich Bundesminister Brüderle auch zum Thema Kraftwerksausbau: "Unser Industriestandort Deutschland braucht eine verlässliche und stabile Energieversorgung. Es ist klar, dass dazu auch weiterhin konventionelle Kraftwerke nötig sind. Die im Bau befindlichen 19 Kraftwerke sollten wie geplant bis 2013 fertig gestellt werden. Spätestens ab 2015 besteht aber noch zusätzlicher Zubaubedarf.

All diese Themen zeigen, ohne Kompromissbereitschaft und Dialog wird es nicht gehen. Ich schlage daher die Einrichtung einer Kraftwerksplattform im Bundeswirtschaftsministerium vor. Unsere Netzplattform steht hierfür Pate. Hier können wir Akzeptanz mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft herstellen."

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