Pressemitteilung
5.1.2010

Internationale Zusammenarbeit entscheidend für Erfolg von Offshore-Windenergie: Nordseeanrainer rufen Nordsee-Offshore-Initiative ins Leben

Am 7.12.2009 haben Vertreter aller EU-Nordseeanrainerstaaten und Irlands mit einer politischen Erklärung eine Nordsee-Offshore-Initiative ("North Seas Countries' Offshore Grid Initiative") ins Leben gerufen. Für Deutschland hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als treibende Kraft an der Vereinbarung mitgewirkt. Erstmals arbeiten damit alle EU-Nordseeanrainer-Staaten gezielt in Fragen der Netzanbindung von Offshore-Anlagen zusammen. 

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: "Für Deutschland als Land mit ambitionierten Offshore-Ausbauplänen hat die Initiative große Bedeutung. Sie richtet ihr Augenmerk auf Fragen der Netzanbindung und Netzintegration, auf die es entscheidend ankommt, damit die Windenergie zu den Verbrauchern gelangt und die Offshore-Stromerzeugung zu einem Erfolg wird. Mit der Initiative werden die Ressourcen der verschiedenen Teilnehmerstaaten gebündelt. Das ist unerlässlich, um ein so komplexes Thema zum Erfolg zu führen. Wir stehen vor wichtigen Aufgaben: Es geht um eine grundlegende Umgestaltung und Modernisierung der Stromnetze, ja der Energiesysteme insgesamt. Ziel ist ein rascher Ausbau der erneuerbaren Energien und deren Integration in ein leistungsfähiges Stromnetz. Wir wollen dazu beitragen, dass uns möglichst schnell der Sprung in das regenerative Zeitalter gelingt. Dies muss mit neuesten Technologien und auf wirtschaftliche Weise erfolgen." 

Geboren wurde die Idee zu der Initiative im sog. Pentalateralen Energieforum, einer institutionalisierten Zusammenarbeit in Energiefragen zwischen den BeNeLux-Staaten, Frankreich und Deutschland. Ziele der Nordsee-Offshore-Allianz sind unter anderem ein intensiverer Informationsaustausch über die Offshore-Ausbauziele und -politiken der Teilnehmerstaaten, eine stärker koordinierte Weiterentwicklung der Strominfrastruktur sowie die Schaffung eines friktionslosen politischen und regulatorischen Rahmens für die internationalen Offshore-Ausbaupläne in der Nordsee.           

Nach Vorarbeiten im vergangenen Jahr werden Vertreter der Ministerien in der ersten Hälfte dieses Jahres Schwerpunkte der Zusammenarbeit bestimmen und dabei auch in einen intensiven Dialog mit den zahlreichen europäischen Akteuren im Bereich Offshore treten. Für Ende des Jahres 2010 ist dann die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding geplant, in dem das weitere Vorgehen festgelegt wird.  

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