Pressemitteilung
21.12.2009

Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2009 deutlich gesunken

Der Verbrauch an Primärenergieträgern liegt im Jahr 2009 mit 13.281 Petajoule um 6,5 Prozent unter dem Vorjahr. Dies ist der niedrigste Wert seit Anfang der siebziger Jahre in Deutschland. Dies haben vorläufige Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) ergeben. Der Einbruch der Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr 2008/2009 hinterlässt somit weiterhin deutliche Spuren beim Energieverbrauch in Deutschland. Der Verbrauch von Erdgas und Steinkohlen sowie von Mineralölprodukten war von der Rezession besonders stark betroffen.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: "Der rückläufige Energieverbrauch ist vor allem rezessionsbedingt. Bei einem Anspringen der Wirtschaft wird der Energiebedarf wieder ansteigen. Darum ist es wichtig, über mehr Energieeffizienz und Energiesparen den Energieverbrauch weiter zu begrenzen."

Nach den Berechnungen der AGEB ist der Verbrauch an Mineralölprodukten gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent gesunken. Der Erdgasverbrauch ging um rund 5,5 Prozent zurück, vornehmlich infolge verminderter Nachfrage aus der Industrie sowie eines geringeren Einsatzes in der Stromerzeugung. Der Verbrauch an Steinkohle verminderte sich um rund 18 Prozent. Die Entwicklung spiegelt den verminderten Bedarf der Eisen- und Stahlindustrie wider. Aber auch in der Stromerzeugung wurde deutlich weniger Steinkohle eingesetzt als im Vorjahr. Die Wasserkraftwerke produzierten knapp 8,5 Prozent weniger Strom. Die Stromerzeugung der Windkraftanlagen ist um 6,4 Prozent gesunken. Wegen des höheren Anteils der Biokraftstoffe stieg der Anteil der erneuerbaren Energien zur Deckung des Energieverbrauchs in Deutschland aber an. Damit liegt der Beitrag erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch in diesem Jahr bei 9 Prozent nach 8,2 Prozent im Vorjahr.

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