Pressemitteilung
20.11.2008

Dritter Nationaler IT-Gipfel in Darmstadt - Deutschland soll Green IT Pionier werden

Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, auf dem Dritten Nationalen IT-Gipfel in Darmstadt
Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, auf dem Dritten Nationalen IT-Gipfel in Darmstadt
© BMWi

Zum Dritten Nationalen IT-Gipfel in Darmstadt empfängt der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, heute hochrangige Vertreter der Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Bundesregierung wird zudem auch durch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, sowie die Bundesministerin der Justiz, Brigitte Zypries, vertreten.

Der IT-Gipfel soll einen Beitrag zur Stärkung und Weiterentwicklung des Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Standortes Deutschland leisten. In internen Sitzungen von neun Arbeitsgruppen sowie vier presseoffenen Foren werden die Teilnehmer insbesondere über die Wachstumsfelder im IKT-Bereich, den Ausbau der Breitbandnetze, IT-Sicherheit und elektronische Identitäten, IKT-Forschung in Anwendungsfeldern und digitale Identität diskutieren.

Bundesminister Glos: "Die Bilanz des Gipfelprozesses kann sich sehen lassen. Unter den fünf größten Ländern Europas liegen wir bei der Verbreitung und Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) an zweiter Position knapp hinter Großbritannien. Viele konkrete Projekte und Strategien wären ohne den Gipfelprozess nicht oder erst sehr viel später zustande gekommen."

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat beispielsweise zusammen mit der IKT-Wirtschaft die gemeinsame Strategie "Breitband der Zukunft" entwickelt, die heute auf dem IT-Gipfel vorgestellt wird. Diese wird einen wichtigen Beitrag hin zu einer flächendeckenden Versorgung mit Breitband leisten, die von der Bundesregierung bereits durch eine Vielzahl von Maßnahmen vorangetrieben wird. Eine gute Breitbandversorgung ist heutzutage unabdingbar für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Mehrzahl der Deutschen nutzt das Internet über einen Breitbandanschluss. Ende 2008 werden rund 60 Prozent der Haushalte einen schnellen Internetzugang nutzen. Für Ende 2009 gehen die Experten davon aus, dass mehr als 99 Prozent der Haushalte Übertragungsraten von mindestens einem Megabit pro Sekunde nutzen können. Der nächste Schritt muss sein, den Aufbau moderner Hochgeschwindigkeitsnetze mit Übertragungsraten von 50 Megabit pro Sekunde und mehr voranzutreiben, um weitere Wachstumspotentiale im IKT-Bereich zu erschließen und die von dort ausgehenden Wachstumsimpulse zu nutzen.

Ein weiteres wichtiges Thema des IT-Gipfels ist die Frage des gezielten Einsatzes von IT für Energieeffizienz und Klimaschutz, denn die Durchdringung aller Lebensbereiche mit IKT führt zu einem Anstieg des Stromverbrauchs und der CO2-Emissionen. Mögliche Einsparpotentiale, die zum Beispiel mit innovativen IKT-Lösungen realisiert werden können, müssen genutzt werden. Vor diesem Hintergrund ist der "Aktionsplan Green IT" erarbeitet worden, der heute ebenfalls in Darmstadt vorgestellt wird. In dessen Rahmen fördern Bundesregierung und Wirtschaft die Forschung und Entwicklung sowie den Einsatz Ressourcen schonender IKT-Produkte und Dienstleistungen. Allein die Bundesregierung stellt dafür über 400 Millionen Euro bereit. Bundesminister Glos: "Wir wollen eine Allianz zur Stärkung des Green IKT-Standortes Deutschland schmieden. Deutschland soll auf diesem Gebiet Pionier werden. Die Voraussetzungen dazu sind hervorragend: In der Energie- und Umwelttechnik werden Deutschlands Ingenieure weltweit zur Spitzenklasse gezählt."

Die Ergebnisse des Dritten Nationalen IT-Gipfels werden in der so genannten Darmstädter Erklärung festgeschrieben. Die Herausforderungen und Chancen sowie konkrete Projekte und Strategien werden darin beschrieben. Laut Darmstädter Erklärung ist das Vertrauen in IKT-Technologien und -Dienste eine essentielle Voraussetzung, dafür, dass alle Bürger diesen Weg in die Wissensgesellschaft mitgehen. Dieses Vertrauen müsse erworben und immer wieder bestätigt werden. Auch zu diesem Themenbereich haben die Gipfelteilnehmer konkrete Maßnahmen und Projekte vorgelegt. Ebenfalls soll die IKT-Forschung in Anwendungsbereichen wie Automobil und Medizintechnik sowie im Bereich der IT-Sicherheit verstärkt werden.

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