Pressemitteilung
12.5.2006

Technologie-Wettbewerb "SimoBIT": Gefragt sind sichere mobile Multimedia-Dienste in Wirtschaft und Verwaltung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat heute den Technologiewettbewerb "SimoBIT - Sichere Anwendung der mobilen Informationstechnik zur Wertschöpfungssteigerung in Wirtschaft und Verwaltung" gestartet. Mit dem Wettbewerb sollen etwa 5 bis 10 ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur beschleunigten Entwicklung und breitenwirksamen Nutzung von mobil vernetzten Multimedia-Diensten in den Tätigkeitsfeldern von mittelständischen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen gefördert werden. Das BMWi stellt dafür bis zu 20 Mio. ¤ für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren bereit. Projektskizzen können ab sofort bis zum 31. August 2006 eingereicht werden.

Im Mittelpunkt steht die dynamische Entfaltung des Potenzials mobiler Multimedia-Dienste für Produktivitäts- und Qualitätssteigerungen sowie Kosten- und Zeiteinsparungen. Bestehende Prozess- und Wertschöpfungsketten sollen damit optimiert, reorganisiert beziehungsweise neu erschlossen werden. Einen besonders hohen Stellenwert haben Konzepte zur Gewährleistung höchster IT-Sicherheit.

Bundeswirtschaftsminister Glos: "Anders als in privaten Bereichen, wo entsprechende mobile Multimedia-Dienste immer mehr Fuß fassen, wird in mittelständischen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen das Potenzial der mobilen Multimedia-Anwendungen insbesondere auch wegen Sicherheitsbedenken nur zögerlich ausgeschöpft. Hier setzt die neue Fördermaßnahme "SimoBIT" an. Damit die Zurückhaltung auf diesem für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen und Standorte unseres Landes wichtigen Gebiet überwunden und mehr Dynamik entfacht werden kann, sind vor allem überzeugende Beispiellösungen erforderlich. Sie sollen den Sicherheitserfordernissen entsprechen, den hohen Nutzen für Anbieter und Anwender deutlich machen und möglichst schnell und breitenwirksam Nachahmungseffekte und Folgeinvestitionen auslösen."

Bei den Förderprojekten kommt es darauf an, dass die entwickelten Lösungen der technischen Aufgaben ggf. mit erforderlichen organisatorischen, sozialen und rechtlichen Veränderungen verbunden werden. Ebenso erfolgskritisch ist die Entwicklung und Erprobung tragfähiger Geschäftsmodelle. Der interdisziplinäre Charakter der Förderprojekte ist in der Zusammensetzung der Konsortien widerzuspiegeln (z.B. mittelständische Anwender bzw. öffentliche Verwaltungen in Partnerschaft mit FuE-Einrichtungen, Netzbetreibern, Endgeräteherstellern usw.).

Die Förderprojekte sollen mindestens einen der folgenden Themenbereiche abdecken:

  • Unternehmensinterne Anwendungen: Sichere mobile IT-Systeme können zur Flexibilisierung und Optimierung innerbetrieblicher Prozesse, Strukturen und Systeme genutzt werden.
  • Unternehmensübergreifende Anwendungen: Sichere mobile Technologien ermöglichen neue Formen der Zusammenarbeit von Unternehmen, vor allem dort, wo flexible Projektarbeit in Netzwerken gefordert ist.
  • Anwendungen der öffentlichen Verwaltung: Sichere mobile IT-Systeme ermöglichen die orts- und zeitnahe Nutzung von M-Government-Systemen für alle Bereiche des nicht-stationären Rechts- und Geschäftsverkehrs mit öffentlichen Verwaltungen.

Die Projekte sollen von der Forschung bis zur Entwicklung und Erprobung mobiler und sicherer Technologien reichen und zu deutlichen Wachstums- und Beschäftigungseffekten in Deutschland führen. Eine weitere Voraussetzung für eine hohe Förderpriorität ist, dass die Anwender in mittelständischen Unternehmen bzw. öffentlichen Verwaltungen eine federführende Rolle innehaben.

SimoBIT ist Teil der High-Tech-Strategie der Bundesregierung und des Regierungsprogramms "Informationsgesellschaft Deutschland 2010" (iD2010), das zur Eröffnung der CeBIT 2006 von der Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigt wurde und bis zum Sommer dieses Jahres erstellt werden soll.

Weitere Informationen finden Sie unter www.simobit.de.

Als Ansprechpartner steht zur Verfügung:
Dr. Christian Schmidt
Projektträger Multimedia des BMWi
E-Mail: c.schmidt@dlr.de