Wirtschaftspolitik
Mit neuer Kraft die Zukunft gestalten
Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent
Die globale Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise stellte Deutschland und die Welt vor neue Herausforderungen. Deutschland wurde aufgrund seiner intensiven internationalen Verflechtungen von der Krise besonders getroffen. Wegen der kräftigen Einbrüche vor allem bei den Ausfuhren ging das reale Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr mit 5 Prozent so stark zurück wie nie zuvor seit Bestehen der Bundesrepublik.
Ausgewählte Eckwerte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland [1]
| 2008 | 2009 | Jahres- projektion 2010 | |
| Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in % | |||
| Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) Erwerbstätige (im Inland) Arbeitslosenquote in % (Abgrenzung der BA) [2] | 1,3 1,4 7,8 | -5,0 -0,1 8,2 | 1,4 -1,0 8,9 |
| Verwendung des BIP preisbereinigt Private Haushalte und private Organisationen o. E. Ausrüstungen Bauten | 0,4 3,3 2,6 | 0,4 -20,0 -0,7 | -0,5 3,1 1,1 |
| Inlandsnachfrage | 1,7 | -1,8 | 0,6 |
| Exporte Importe Außenbeitrag (BIP-Wachstumsbeitrag) [3] | 2,9 4,3 -0,3 | -14,7 -8,9 -3,4 | 5,1 3,4 0,8 |
| Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer (nominal) | 2,3 | -0,4 | 0,9 |
[1] Bis 2009 vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes; Stand: 13. Januar 2010.
[2] Bezogen auf alle Erwerbspersonen.
[3] Beitrag zur Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Die Ausgangssituation für das Jahr 2010 ist von einer starken Unterauslastung der Produktionskapazitäten geprägt. Die wieder anziehende weltwirtschaftliche Nachfrage wird zu einem deutlichen Wachstum der deutschen Exporte führen, wobei das Niveau der deutschen Ausfuhren vor der Krise allerdings in diesem Jahr noch nicht erreicht wird. Im Jahr 2010 dürfte es für die Unternehmen auf Grund der hohen Kostenbelastungen zunehmend schwieriger werden, ihren Beschäftigungsstand zu halten. Daher dürfte es im Vergleich zum Vorjahr zu einem stärkeren Anstieg der registrierten Arbeitslosigkeit kommen. Beides wird allerdings weniger stark ausfallen als noch im letzten Jahr erwartet. Die Bundesregierung erwartet im Jahresdurchschnitt 2010 einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent.
Jahreswirtschaftsbericht 2010: