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Luft- und Raumfahrt

Collage aus dem Airbus A380 und der Raumstation ISS, Quelle: pixelio.de/Windrose; NASA
© pixelio.de/Windrose; NASA

Raumfahrt

Anders als im Luftfahrtbereich, in dem der kommerzielle Markt stark ausgeprägt ist, wird die internationale Raumfahrt weitgehend bestimmt durch die staatlichen Raumfahrtstrategien und die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Für die deutsche Raumfahrt haben daher die Raumfahrtpolitik der Bundesregierung und deren Beitrag zu europäischen Strukturen zentrale Bedeutung.

In der Hightech-Strategie hat die Bundesregierung der Raumfahrt einen besonderen Stellenwert eingeräumt: Raumfahrt ist dort der größte Einzelbereich. Die Bundesregierung verfolgt damit das Ziel, deutsche Spitzenpositionen in Weltraumforschung und -technologie auszubauen und den deutschen Unternehmen im europäischen und globalen Wettbewerb gute Chancen in den entstehenden Märkten zu bieten.

Hier hat die Bundesregierung in den letzten Jahren klare Akzente gesetzt. Sie hat die Aufwendungen für die Raumfahrt deutlich gesteigert und konsequent in die Bereiche investiert, in denen die Raumfahrt als Werkzeug zum Erreichen wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, strategischer und gesellschaftlicher Ziele beiträgt. Deutschland verfügt heute über leistungsfähige Industrie- und Forschungsstrukturen in der Raumfahrt. Durch die eingesetzten Mittel konnten Deutschlands Rolle als wichtiger Raumfahrtstandort und seine Position in europäischen und internationalen Programmen gefestigt werden. Deutschland ist nach Frankreich die zweitgrößte europäische Raumfahrtnation. Allein das BMWi fördert die Raumfahrtanwendung und -forschung mit rund einer Milliarde Euro pro Jahr.

Die Bundesregierung stärkt die Raumfahrt als Schlüsseltechnologie im Dienste der Menschen. Sie unterstützt daher unter anderem konkrete Projekte in den Bereichen Erdbeobachtung, Satellitenkommunikation und Satellitennavigation. Das dadurch gewonnene wissenschaftliche und technische Know-how trägt zur Stärkung des Industrie- und Technologiestandortes Deutschland bei.

Die Umsetzung der deutschen Raumfahrtpolitik ruht auf drei Säulen:

  • Beteiligung an europäischen Programmen, insbesondere an der Europäischen Weltraumorganisation ESA und an EUMETSAT
  • Nationales Weltraumprogramm
  • Raumfahrtforschung im DLR

Deutschland nimmt an Vorhaben der ESA in allen wichtigen Sektoren der Raumfahrt teil und hat in strategisch wichtigen Programmen wie der Erdbeobachtung durch seine hohe Beteiligung die Führung übernommen. Auf der ESA-Ministerkonferenz 2008 in Den Haag hat die Bundesregierung die deutsche Rolle in der ESA weiter gestärkt und den höchsten Anteil an den gezeichneten Neuverpflichtungen übernommen.

Das Nationale Weltraumprogramm soll die Verfolgung von eigenständigen, besonders auch den Standort Deutschland betreffenden Zielen ermöglichen, die gestaltende Beteiligung an ESA-Programmen vorbereiten und dazu komplementäre nationale und bilaterale Arbeiten durchführen. Einen neuen Schwerpunkt setzt die Bundesregierung hier in Automation und Robotik. Denn die Raumfahrtrobotik ist unverzichtbar für zahlreiche Raumfahrtanwendungen und darüber hinaus eine Sprungbretttechnologie für Anwendungen auf der Erde. Weiterhin fördert die Bundesregierung zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie die Kommerzialisierung unter anderem der Erdbeobachtung. Durch öffentlich-private Partnerschaften wird die Technologie weiterentwickelt und durch Schaffung entsprechender Regelungen Rechtssicherheit für die Vermarktung von Erdbeobachtungsprodukten geschaffen (Satellitendatensicherheitsgesetz, SatDSiG). Damit ist die Voraussetzung geschaffen worden, innovative Technologieentwicklungen wie die  Erhebung von Erdfernerkundungsdaten privatwirtschaftlich zu nutzen und daraus ein tragfähiges Geschäftsfeld zu entwickeln.

An der Umsetzung der deutschen Raumfahrtpolitik ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in einer Doppelrolle beteiligt:

  • Das Raumfahrtmanagement im DLR ist im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene zuständig.

  • Die Tätigkeit des DLR als Forschungseinrichtung reicht von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung von innovativen Anwendungen und Produkten von morgen in den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr.



Ihr Kontakt im BMWi

  • Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt
    Parlamentarischer Staatssekretär Peter Hintze
    Telefon: (030) 18 615-69 51
    Telefax: (030) 18 615-52 41
    E-Mail: buero-psts-h@bmwi.bund.de
  • Referat VIIB1 (Luftfahrtindustrie, Luftfahrttechnologien, Geschäftsstelle des Koordinators für Luft- und Raumfahrt)
    Ministerialrat Franz-Josef Mathy
    Telefon: (030) 18 615-74 71
    Telefax: (030) 18 615-54 32 und -54 23
    E-Mail: mathy@bmwi.bund.de
  • Referat VIIB2 (Grundsatzfragen der Raumfahrt, ESA)
    Ministerialrat Dr. Karl-Friedrich Nagel
    Telefon: (030) 18 615-33 21
    Telefax: (030) 18 615-43 70
    E-Mail: karl-friedrich.nagel@bmwi.bund.de
  • Referat VIIB3 (Raumfahrttechnologien)
    Ministerialrat Franz Burger
    Telefon: (030) 18 615-43 03
    Telefax: (030) 18 615-2210
    E-Mail: franz.burger@bmwi.bund.de

Publikationen

Cover der Publikation "Für eine zukunftsfähige deutsche Raumfahrt" Für eine zukunftsfähige deutsche Raumfahrt


Die Raumfahrtstrategie der Bundesregierung




Bericht des Koordinators für die Deutsche Luft- und RaumfahrtBericht des Koordinators für die Deutsche Luft- und Raumfahrt


Der Bericht beschreibt die aktuelle Situation der der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und analysiert die zukünftigen Herausforderungen.

Downloads

Hightech-Strategie für Deutschland

PDF: 435 KB



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