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Textil und Bekleidung

Mitarbeiterin einer Schuhfabrik
Mitarbeiterin einer Schuhfabrik
© BPA, Berlin - Foto: Andrea Bienert

Branchenskizze

Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie befindet sich seit etwa 40 Jahren in einem nachhaltigen Strukturwandel, der mit einer relativen Verschlechterung ihrer Position sowohl auf dem Weltmarkt für Textilien und Bekleidung als auch im Vergleich zu anderen Branchen im Inland einherging. Die Zahl der Unternehmen und Beschäftigten ist seit Jahren rückläufig.

Als Reaktion auf die zunehmende Importkonkurrenz hat die deutsche Textil- und Beklei­dungsindustrie frühzeitig damit begonnen, ihre Exporte auf neue Absatzmärkte außerhalb der EU auszudehnen, um von der durch das ATC (Agreement on Textiles and Clothing) eingeleiteten weltweiten Öffnung der Textil- und Bekleidungsmärkte und der weltweit steigenden Zahl zahlungskräftiger Konsumenten zu profitieren. So ist es ihr gelungen, in den letzten 41 Jahren ihre Exportquote (Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz) von 10 % (1970) auf 43,4 % (erste drei Quartale 2011) zu erhöhen. Ihr Gesamtanteil am Export der gewerblichen Wirtschaft betrug in den ersten drei Quartalen 2011 rund 2,4 %.

Im internationalen Vergleich belegt Deutschland beim Export von Textilien und Bekleidung gemessen am Wert Platz 3 nach China und Italien. Beim Import von Textilien und Bekleidung nimmt Deutschland die 2. Stelle hinter den USA ein.

Die mittelständisch strukturierte deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ist nach dem Ernährungsgewerbe die zweitgrößte Konsumgüterbranche in Deutschland. Mit ca. 13,3 Mrd. Euro Umsatz betrug ihr Anteil am Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes in den ersten drei Quartalen 2011 rund 1,1 %.

Von der Textil- und Bekleidungsindustrie hängen direkt und indirekt Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen ab; sie ist z.B. Zulieferer für die Fahrzeug-, Pharma- und Bauindustrie im Bereich der technischen Textilien und nimmt die Leistungen anderer Industriezweige in Anspruch (z.B. Maschinenbau, chemische Industrie).

Mit Flexibilität und Innovationskraft ist es der Textilindustrie bereits in den zurückliegenden Jahren gelungen, ihre Marktposition in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern, z.B. den technischen Textilien, auszubauen und ihren Exportanteil zu erhöhen. Inzwischen haben die technischen Textilien, denen künftig das größte Wachstumspotential beigemessen wird, einen Anteil von über 18 % gemessen an allen textilen Ausfuhren erreicht. Sie machen die Textilindustrie unabhängiger gegenüber kurzfristigen Nachfrageschwankungen im modischen Bereich.



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Referat IV A 3
- Konsumgüterindustrie -
Scharnhorststr. 34-37
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Fax: +49 30 - 18 6 15 54 24
E-Mail: buero-iva3@bmwi.bund.de

Weiterführende Informationen zu Branchenthemen

Zu folgenden Themen können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen:

E-Commerce in der Textilwirtschaft - Chancen und Herausforderungen

Forschungsstudie (2001) PDF: 380,5 KB

Die Auswirkungen der ATC-Liberalisierung auf die deutsche Textilwirtschaft

Forschungsstudie (Kurzfassung, Dezember 2002) PDF: 568,2 KB

The Implications of ATC-Liberalisation on the German Textile Industry

Summary and Recommendations (December 2002) PDF: 540 KB

Wirtschaftliche Auswirkungen der EU-Stoffpolitik auf die Textilindustrie und ihre Wertschöpfungskette

Forschungsstudie (Kurzfassung, 21. November 2002) PDF: 191,4 KB

Economics Effects of the EU Chemicals Policy on the German Textile Industry

(short Version, 21. November 2002) PDF: 189,7 KB



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