Energieversorgung
Die Unternehmen der deutschen Strom- und Gaswirtschaft gewährleisten eine sichere, preisgünstige und umweltverträgliche Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung mit Strom und Gas.
Stromversorgung
Die Marktstruktur der Stromversorgung hat sich mit der Liberalisierung der leitungsgebundenen Energien Strom und Erdgas im Jahre 1998 deutlich verändert. Die Stromwirtschaft ist pluralistisch strukturiert; in Deutschland gibt es rd. 1.100 Stromversorgungsunternehmen, die in den Bereichen Erzeugung, Übertragung, Verteilung, Handel und Vertrieb tätig sind. Mit der European Energy Exchange AG (EEX) besteht seit 2002 eine einheitliche Strombörse in Deutschland.
Die in Deutschland installierten Kraftwerkskapazitäten betragen ca. 120.000 MW. Sie umfassen einen breiten Brennstoffmix, bei dem der Anteil der Kohle mit über 50 Prozent dominiert. Rund ein Fünftel der Kraftwerkskapazitäten sind Kernkraftwerke. Deutschland hat sich für den Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie entschieden. Zur Zeit tragen noch 18 Reaktoren zur Stromerzeugung bei. Sie werden im Laufe der nächsten rund zwei Jahrzehnte schrittweise stillgelegt. Der Anteil der Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien wächst seit einigen Jahren beständig an.
Der deutsche Stromverbrauch in Höhe von gegenwärtig etwa 580 Terrawattstunden (TWh) pro Jahr kann im Prinzip vollständig mit den im Inland installierten Kraftwerkskapazitäten gedeckt werden. Größte Stromverbrauchergruppe ist die Industrie. Zweitgrößte Verbrauchergruppe sind die rund 39 Millionen Haushalte in Deutschland.
Der Stromaustausch mit den Nachbarländern beläuft sich gegenwärtig jährlich auf etwa 90 TWh.
Die Branche beschäftigte im Jahre 2002 fast 182.000 Mitarbeiter (Quelle: Statistisches Bundesamt).