Gesamtwirtschaftliche Bedeutung
Das Verarbeitende Gewerbe beschäftigte im Jahr 2011 in rund 22.000 Unternehmen gut 5 Millionen Mitarbeiter und erzielte dabei einen Umsatz von mehr als 1,6 Billionen Euro. In einigen Branchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau, dem Automobilbau und der Chemieindustrie gehen deutlich mehr als die Hälfte des Umsatzes in den Export. Rund 96 % aller Unternehmen beschäftigen weniger als 500 Mitarbeiter und zählen damit zum Mittelstand, der rund 60 % der industriellen Arbeitsplätze bereitstellt und knapp 49 % des Industrieumsatzes erwirtschaftet.
| Die größten Industriebranchen 2011 | ||
| Branche | Umsatz in Mrd. Euro | Beschäftigte in Tsd. |
| Kfz-Industrie | 350,9 | 719 |
Maschinenbau
| 202,8 | 871 |
| Elektroindustrie | 152,4 | 611 |
| Chemische/Pharmazeutische Industrie | 202,8 | 403 |
| Ernährungsgewerbe | 159,8 | 453 |
| Bauhauptgewerbe | 92,2 | 734 |
Quelle: Statistisches Bundesamt
Nachdem sich die Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe - auch aufgrund überdurchschnittlich hoher Produktivitätsfortschritte in der Industrie - zwischen 1991 und 2006 um fast drei Millionen verringert hatte, stellten die Unternehmen dieses Sektors in den Jahren 2007 und 2008 über 200.000 zusätzliche Mitarbeiter ein. Auch in der jüngsten Rezession blieb der Beschäftigungsrückgang in der Industrie gemessen an den massiven Rückgängen bei Produktion, Auftragseingängen und Kapazitätsauslastung vergleichsweise moderat, wozu nicht zuletzt die Ausweitung der Kurzarbeiterregelung beigetragen hat.
Wichtige Impulse gehen von der Industrie auch für die Entwicklung des Dienstleistungssektors aus, da der tertiäre Sektor immer mehr Vorleistungen für die Industrie erbringt und produktbegleitende Dienstleistungen im Rahmen der Vermarktung von Industrieprodukten und -anlagen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
