Start von bundesweiten Programmen im Digitalradio
Forum "Digitalradio in Deutschland" des Bundeswirtschaftsministeriums ist erfolgreich
Der Rundfunk ist eine wesentliche Säule der Medienpluralität. Attraktive Inhalte zur unabhängigen Information und Unterhaltung prägen das duale System aus öffentlich-rechtlichen und privaten Inhalteanbietern in Deutschland. Damit die Vielfalt der Programme auch in kultureller und sprachlicher Hinsicht weiter entwickelt und gleichzeitig die Übertragungsqualität und die Frequenzeffektivität gesteigert werden können, sind digitale Übertragungsverfahren in der Rundfunklandschaft unabdingbar geworden. Beim terrestrischen Fernsehen sind die alten analogen Programme bereits in das Digitalfernsehen DVB-T überführt worden.
Auf diese Entwicklung baut das Digitalradio auf. Mit DAB+ geht die Digitalisierung des Hörfunks in die entscheidende Phase. Seit dem 01. August 2011 werden die ersten bundesweiten Hörfunkprogramme digital übertragen. Private Inhalteanbieter sind mit neuen, exklusiven Programmen beteiligt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk überträgt digital unter anderem die Programme DRadio Wissen und Deutschlandradio Kultur.
Zusätzlich werden zahlreiche innovative Dienste möglich. Programmführer kommen digital in das Radio, programmbegleitend sind Videoclips möglich. Für den Radiohörer unterwegs können Hinweise zu Fahrplanänderungen und auch innerstädtische Staus als Service geboten werden. Und ganz nebenbei ist der Betrieb umweltfreundlich, weil durch die verbesserte Technik DAB+ die Sendernetze nicht mehr soviel Energie benötigen.
Der Start der bundesweiten digitalen Hörfunk-Übertragung stellt einen Meilenstein dar. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat in Kooperation mit den Ländern die Beteiligten - Inhalteanbieter, Sendernetzbetreiber und Gerätehersteller - begleitet und ein Forum geboten, das den erfolgreichen Start des bundesweiten terrestrischen Digitalradios ermöglicht hat.