Tagesnachricht Nr. 12062 vom 4. März 2010
Aus dem Inhalt:
- Breitband ist Top-Thema auf der CeBIT 2010 - Brüderle: Broadband World ist zentrale Plattform für den Breitbandausbau
- Parlamentarischer Staatssekretär Otto zum Maritimen Koordinator der Bundesregierung bestellt
- Kooperation der Initiative Internet erfahren mit dem Mehrgenerationenhaus Schneverdingen startet mit Mediabus und Aktionstag
- Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Otto zeichnet Gewinner beim "Gründerwettbewerb - Mit Multimedia erfolgreich starten" auf der CeBIT 2010 in Hannover aus
Breitband ist Top-Thema auf der CeBIT 2010 - Brüderle: Broadband World ist zentrale Plattform für den Breitbandausbau
Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des BITKOM
Schnelle Internetzugänge sind eines der Top-Themen der CeBIT 2010. Der Hightech-Verband BITKOM, das Bundeswirtschaftsministerium und die CeBIT richten in Partnerschaft die "Broadband World" aus. Auf 2.000 Quadratmetern präsentieren Unternehmen unterschiedliche Breitbandtechnologien; Ansprechpartner aus dem BMWi, den Ländern und den Kommunalen Spitzenverbänden geben Auskunft darüber, wie der Breitbandausbau staatlicherseits flankiert wird.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle: "Die Broadband World zeigt, wie Wirtschaft und Politik gemeinsam die Breitbandentwicklung zu einer echten Erfolgsgeschichte für unser Land machen können. Die Breitband-Verantwortlichen aus den Gemeinden und Landkreisen bekommen hier alle Fragen rund um den Breitbandausbau vor Ort beantwortet. Nur wenn alle Technologien und Anbieter zum Einsatz kommen, werden die Potenziale für eine Breitbanderschließung bestmöglich genutzt und der Standort Deutschland weiter gestärkt."
Der Ausstellungsbereich wird ergänzt durch ein Forum, in dem während der gesamten CeBIT spezielle Veranstaltungen, Vorträge und Best-Practice-Präsentationen rund um das Thema Breitband laufen.
Die Verfügbarkeit einer leistungsstarken Breitbandinfrastruktur ist Basis für Breitbanddienste mit hohem wirtschaftlichen Potenzial, z.B. im Bereich von eWork, eHealth, eGovernment, eLearning oder bei Entertainment-Diensten. "Die Bedeutung des Breitband-Ausbaus kann für die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die strukturelle Entwicklung unseres Landes gar nicht hoch genug eingeschätzt werden", so BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.
Parlamentarischer Staatssekretär Otto zum Maritimen Koordinator der Bundesregierung bestellt
Die Bundesregierung hat in ihrer heutigen Kabinettssitzung den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto, zum neuen Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft bestellt.
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, begrüßte die Bestellung des Maritimen Koordinators: "Mit diesem Amt trägt die Bundesregierung der hohen Bedeutung, die eine wettbewerbsfähige maritime Wirtschaft als eine wichtige Säule für Wachstum und Beschäftigung in unserem Land hat, Rechnung."
Die Koordinierung der maritimen Politik der Bundesregierung umfasst die Bündelung und Flankierung von Maßnahmen, die dazu beitragen, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft in den Bereichen Schiffbau, Meerestechnik, Seeschifffahrt und Hafenwirtschaft weiter zu verbessern.
Die maritime Wirtschaft ist von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Folgen besonders hart betroffen. Deshalb stehen gegenwärtig Maßnahmen zur aktuellen Krisenbewältigung bzw. Krisenüberbrückung ebenso wie die Umsetzung von Vorschlägen zur Strukturverbesserung und Marktanpassung der maritimen Branchen ganz oben auf der Agenda des Maritimen Koordinators.
Kooperation der Initiative Internet erfahren mit dem Mehrgenerationenhaus Schneverdingen startet mit Mediabus und Aktionstag
Mit zahlreichen Veranstaltungen und einem Mediabus stellen die Initiative Internet erfahren und das Mehrgenerationenhaus Schneverdingen (Landkreis Soltau-Fallingbostel) in Niedersachsen am 4. März 2010 Idee und Umsetzung von ehrenamtlichen Internet-Patenschaften vor. Als erstes der rund 500 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland engagiert sich die Einrichtung gemeinsam mit der Initiative, um Bürgerinnen und Bürger für Internet-Patenschaften zu begeistern und unterstützt sie vor Ort. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) und im Mediabus, der in der Rathauspassage steht, können Internetneulinge ihre ersten Schritte ins Netz machen und sich von erfahrenen Projektmitarbeitern begleiten lassen. Interessierte Patinnen und Paten werden über Vorgehensweise, geeignete Internetseiten und Lernmodule zu Themen wie Online-Shopping und Reisebuchung informiert.
Der Mediabus, ein Internetschulungsraum mit zehn Internetarbeitsplätzen und zwei "Internet-Helfern", wird in den kommenden Monaten durch Deutschland rollen und Neulinge zum Einstieg ins Netz ermutigen. Denn noch immer sind rund 20 Millionen Menschen in der Bundesrepublik nicht online. Oft fehlt es an einem Ansprechpartner aus dem persönlichen Umfeld, der den Einstieg erklärt und bei technischen Problemen hilft. Genau diese Aufgaben übernimmt eine Internet-Patin oder ein Internet-Pate.
"Das Mehrgenerationenhaus Schneverdingen wird die Bürgerinnen und Bürger in der Region für die Patenschaftsidee begeistern und gemeinsam mit uns bei der Umsetzung im Alltag helfen", sagt Birgit Kampmann, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit und durchführender Partner der Initiative.
Als feste Anlaufstelle für Internet-Patinnen und -Paten wird es zukünftig einen regelmäßigen Stammtisch im MGH geben. Hier können sich die Patentandems treffen, um gemeinsam Lernerfahrungen zu sammeln und sich auszutauschen. "Dafür stellen wir Internetarbeitsplätze bereit und ermöglichen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in entspannter Atmosphäre und mit Unterstützung der Internet-Patinnen und -Paten den ersten Schritt ins Netz", so Maren Ahrens, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses Schneverdingen. In Zukunft wird es über das Bildungsbüro Heidekreis außerdem ein Register für Internet-Patinnen und -Paten geben. Jeder, der Interesse an einer Patin und einem Paten oder an der Übernahme einer Internet-Patenschaft hat, kann sich eintragen lassen und wird mit einem passenden Webneuling zusammengeführt.
Patenschaftsmodell erfolgreich verbreiten
Das Programm "Internet-Patinnen und -Paten" der Initiative "Internet erfahren" unterstützt die Ehrenamtlichen über ein umfangreiches Webangebot und praxisorientierte Materialien zur Gestaltung und Durchführung der Patenschaft. Aktive Internet-Patinnen und -Paten können sich in Weblogs austauschen und voneinander lernen. Mit der Patenschaftsidee wird ein praktiziertes und erfolgreiches Modell für den Erwerb von Internetkenntnissen verbreitet. Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit führt das Programm durch und zeichnet für die Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus verantwortlich. Über die Zusammenarbeit freut sich auch Fritz-Ulrich Kasch, Bürgermeister von Schneverdingen: "Ein Mehrgenerationenhaus, wie hier in Schneverdingen, bietet die ideale Schnittstelle für einen generationenübergreifenden Wissensaustausch. In entspannter Atmosphäre können hier Hemmungen und Unsicherheiten überwunden und der erste Schritt ins Netz gewagt werden."
Das MGH Schneverdingen ist eines von 500 Häusern deutschlandweit. Nach dem erfolgreichen Start der Kooperation sollen weitere Mehrgenerationenhäuser in Deutschland folgen.
Initiative Internet erfahren
Die Initiative "Internet erfahren" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie fördert die digitale Integration von Bürgerinnen und Bürgern in die Informationsgesellschaft. Sie richtet sich an Menschen, die mit dem Internet bisher gar nicht oder nur wenig vertraut sind und so von vielen beruflichen und sozialen Möglichkeiten ausgeschlossen sind. Nach dem Motto "Gemeinsam durchs Netz" vermitteln Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Umfeld der Internetneulinge einen qualifizierten Umgang mit dem Internet. In drei Programmen entwickeln die Beteiligten mit Aktiven aus Unternehmen, Organisationen, Verbänden und Kommunen neue Konzepte und realisieren unterschiedliche regionale und bundesweite Projekte. Die Initiative läuft von 2009 bis 2011.
Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Otto zeichnet Gewinner beim "Gründerwettbewerb - Mit Multimedia erfolgreich starten" auf der CeBIT 2010 in Hannover aus
Auf der CeBIT 2010 hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto, heute die Preisträger der letzten Runde des "Gründerwettbewerbs - Mit Multimedia erfolgreich starten" ausgezeichnet. Mit 212 Bewerbungen gab es erneut einen Teilnehmerrekord. Vergeben wurden fünf mit je 25.000 Euro dotierte Hauptpreise, zwölf weitere mit je 5.000 Euro dotierte Preise sowie ein Sonderpreis von 5.000 Euro, den die Kellendonk Elektronik GmbH zum Fokusthema "Multimedia für intelligente Energieversorgung" ausgelobt hatte. Zusätzlich zu den Geldprämien erhalten alle Preisträger aktive Unterstützung bei den ersten Schritten in die Selbständigkeit durch erfahrene Experten eines eigens eingerichteten, überregionalen Coaching-Netzwerks.
Staatssekretär Otto: "Wir brauchen eine neue lebendige Gründerkultur als Impulsgeber für wirtschaftliche Erneuerung und Wachstum. In unserem Land wagen noch zu wenige Menschen mit erfolgversprechenden Geschäftsideen den Schritt in die Selbständigkeit. Wir werden deshalb beim Thema Gründungen in dieser Legislaturperiode einen wichtigen Schwerpunkt setzen. Die neue Initiative 'Gründerland Deutschland' trägt dazu bei, das Thema Selbständigkeit verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung einzubringen und Hemmschwellen abzubauen. Mit dem neu ausgerichteten 'Gründerwettbewerb - IKT innovativ' werden wir darüber hinaus ab Sommer 2010 wieder ein breit angelegtes Angebot für alle Gründungswilligen mit innovativen Geschäftsideen im IKT-Bereich anbieten."
Die heute prämierten Gründungskonzepte sind ein weiterer Beleg für das hohe Innovationspotenzial, das von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien ausgeht. Die Geschäftsideen der fünf Hauptpreisträger reichen von innovativen IKT-Entwicklungen im Bereich Entertainment über neue Telematikanwendungen bis hin zu neuartigen Gestaltungsmöglichkeiten in der Mode:
- Das Gründungskonzept vfree.tv bietet eine Video-on-Demand-Lösung für den zukunftsträchtigen IP-TV-Markt. Nutzer werden so quasi zum eigenen Programmdirektor.
- Pleyone bietet eine neuartige Web2.0-Plattform für Computerspieler. Zum innovativen Kern des Konzepts gehört eine semantische Wissensdatenbank. Spieler können so beliebige Inhalte wie z.B. Profile oder Empfehlungen einstellen und gemeinsam nutzen.
- Eine herausragende technologische Innovation bietet Lumatix bei der Darstellung von Lichtreflexionen z.B. in computeranimierten Spieleszenen, die so bislang nicht ohne weiteres möglich waren.
- Auch kleineren Anbietern im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs, z.B. in ländlichen Regionen und Kleinstädten, bietet myBus ein modernes kostengünstiges Flottenmanagement mit GPS-genauer Fahrzeugortung, Ist-Ankunftszeiten und Informationsdisplays für Fahrgäste.
- The-T-Shirt-Issue ist eine einzigartige und künstlerisch motivierte Lösung für den dreidimensionalen CAD-Entwurf von skulpturenartigen Bekleidungsstücken und die anschließende Umsetzung in zweidimensionale polygonale Schnittmuster.
Der Sonderpreis zum Thema "Multimedia für intelligente Energieversorgung" geht an energiepilot.de, ein Web-Portal für die unterstützende Beratung von Privatkunden zur Konzeption und Beauftragung von Energiesystemen.
Weitere Informationen zu den Gewinnern und zum Wettbewerb sind unter www.gruenderwettbewerb.de verfügbar.
Ansprechpartner für Teilnehmer/-innen:
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Projektdurchführung im Auftrag des BMWi
Steinplatz 1
10623 Berlin
Telefon: 030 - 310 078 - 123
Fax: 030 - 310 078 - 189
E-Mail: info@gruenderwettbewerb.de
Ansprechpartnerin für die Presse:
Jette Mehlberg
LoeschHundLiepold Kommunikation GmbH
Lindwurmstraße 124
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