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Pressemitteilung
5.2.2010

Brüderle und Mandelson vereinbaren engere Zusammenarbeit in wirtschaftspolitischen Fragen

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, und sein britischer Amtskollege, Lord Peter Mandelson, verabredeten bei ihrem heutigen Treffen in Berlin eine engere Zusammenarbeit in wirtschaftspolitischen Fragen auf europäischer Ebene. Die Minister verständigten sich unter anderem auf die nächsten Schritte bei der neuen Wachstumsstrategie der EU ("EU 2020"), der Industrie-, Mittelstands- und Innovationspolitik. Sie besprachen auch, wie der EU-Binnenmarkt für zukünftige Herausforderungen gerüstet werden kann. 

Bundesminister Brüderle: "In schwierigen Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger, dass wir alle Kräfte und Interessen bündeln, um europaweit gemeinsam zusätzliche Wachstumsimpulse zu setzen. Ich bin mir mit meinem Kollegen Mandelson einig über die Bedeutung, die eine solide industrielle Basis für die Wertschöpfungskette in Europa hat. Wir müssen daher alles tun, um die Rahmenbedingungen für die Industrie auf europäischer Ebene weiter zu verbessern." 

Beide Minister bekräftigten auch ihre Entschlossenheit, die europäische Agenda zum Bürokratieabbau voranzutreiben. Bundesminister Brüderle unterstrich, wie wichtig es ist, dass alle bedeutsamen EU-Vorschläge im Rahmen ihrer Folgenabschätzung durch die EU-Kommission eine Schätzung der Bürokratiekosten enthalten müssten. Die Auswirkungen auf den Mittelstand müssten dabei besonders in den Blick genommen werden.


 
Pressemitteilung
5.2.2010

Burgbacher verleiht Best-Innovator-Preis für nachhaltiges Innovationsmanagement an Henkel

PStS Ernst Burgbacher (rechts), Tina Müller und Christian-André Weinberger, Corporate Senior VPs, Henkel AG & Co KGaA, mit dem Best-Innovator-Preis
PStS Ernst Burgbacher (rechts), Tina Müller und Christian-André Weinberger, Corporate Senior VPs, Henkel AG & Co KGaA, mit dem Best-Innovator-Preis
© BMWi

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher, hat gestern die Auszeichnung "Best Innovator 2009" an das Unternehmen Henkel AG & Co. KGaA mit Sitz in Düsseldorf verliehen. 

Parlamentarischer Staatssekretär Burgbacher: "Henkel steht für ein systematisches und lebendiges Innovationsmanagement. Wir zeichnen einen Sieger aus, der hoffentlich viele Nachahmer in der deutschen Wirtschaft findet. Denn nachhaltige Innovationen stehen für Unternehmenserfolg und neue Arbeitsplätze." 

Am Best Innovator-Wettbewerb, der bereits zum sechsten Mal zusammen von A.T. Kearney und der WirtschaftsWoche durchgeführt wurde, beteiligen sich Unternehmen, die ein herausragendes Innovationsmanagement in überzeugender Weise umsetzen. 

Zur Unterstützung der Innovationen in der Wirtschaft hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Mittel für technologiepolitische Maßnahmen kontinuierlich gesteigert. Im Jahr 2010 übertreffen die zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 2,5 Mrd. Euro den Wert des Jahres 2006 um rund ein Drittel.


 
Pressemitteilung
5.2.2010

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe Dezember 2009

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe sank im Dezember vorläufigen Angaben zufolge [1] preis- und saisonbereinigt [2] um 2,6 %. Im Vormonat hatte sie um 0,7 % zugenommen. Produktionsverluste sind im Dezember nahezu gleich stark in der Industrie in Höhe von -2,8 % und im Bauhauptgewerbe in Höhe von -2,6 % zu verzeichnen. Die Energieerzeugung schwächte sich leicht um 0,2 % ab. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen gingen die größten Einbußen zulasten der Hersteller von Vorleistungsgütern (-4,3 %) und Investitionsgütern (-3,4 %), die wesentlich von der Produktion chemischer Erzeugnisse bzw. dem Fahrzeugbau verursacht wurden. Die Konsumgüterproduzenten meldeten hingegen ein Plus von 1,5 % zum Vormonat.  

Im weiter gefassten Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober ging die Produktion im Produzierenden Gewerbe preis- und saisonbereinigt um 1,4 % zurück. Im vierten Quartal insgesamt erhöhte sie sich um 0,3 %. In der Abschwächung der Erzeugung im Zweimonatsvergleich spiegelten sich die Produktionsrückgänge im Bauhauptgewerbe (-1,4 %), in der Industrie (-1,2 %) und im Energiesektor (-3,4 %) wider. In den industriellen Hauptgruppen meldeten vor allem die Investitionsgüterproduzenten deutliche Produktionseinbußen von -3,1 %; die Hersteller von Vorleistungsgütern verzeichneten einen nur leichten Rückgang der Erzeugung. Die Konsumgüterhersteller konnten ihre Produktion dagegen um 1,1 % steigern.   

Der Abstand zu den Vorjahreswerten betrug für die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im November/Dezember arbeitstäglich bereinigt -7,6 %. In der Industrie wurde der Vorjahresstand um 8,6 % unterschritten und im Bauhauptgewerbe um 1,4 % übertroffen. 

Zum Jahresende hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe den Schwung aus den beiden Vorquartalen verloren. Eine positive Tendenz ist aktuell noch im Quartalsvergleich erkennbar. Mit Blick auf die abgeschwächte Dynamik bei den Auftragseingängen sind absehbar geringere Produktionsimpulse zu erwarten. Die Unternehmen zeigen sich jüngsten Umfragen zufolge dennoch weiterhin überwiegend zuversichtlich.

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[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.


Downloads

2009/12 - Produktion im Produzierenden Gewerbe

Berichtsmonat Dezember 2009 PDF: 105,8 KB

 
8.2.2010

Rohölimporte: Dezember 2009

Im Dezember 2009 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 7,7 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 16,7% weniger als ein Jahr zuvor (9,2 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im Dezember 375,47 Euro und lag damit um 55,4% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (241,67 Euro). Gegenüber November (381,56 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 1,6% gesunken. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Dezember auf 2,9 Milliarden Euro und lag damit um 652 Millionen Euro höher als im Vorjahresmonat.

Im Vergleich des Jahres 2009 mit dem Vorjahr

  • sanken die Rohöleinfuhren um 6,7% von 105,2 auf 98,2 Millionen Tonnen;
  • fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 31,8 Milliarden Euro um 19,1 Milliarden Euro niedriger aus;
  • lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 324,26 Euro (vorher 484,14 Euro) im Schnitt um 33,0% niedriger.

Die 5 wichtigsten von insgesamt 28 Lieferländern (siehe Tabelle!) waren im Jahr 2009 die Russische Föderation (34,7 Millionen Tonnen), Norwegen (13,9 Millionen Tonnen), Großbritannien (10,5 Millionen Tonnen), Libyen (8,3 Millionen Tonnen) und Kasachstan (6,9 Millionen Tonnen). 24,8% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 19,5% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.

Einfuhr nach Ursprungsländern
(vorläufige Zahlen)

 

Januar 2009 bis Dezember 2009
in 1.000 Tonnen

Januar 2008 bis Dezember 2008
in 1.000 Tonnen

Dezember 2009
in 1.000 Tonnen

Russische Föderation

34.747

33.577

2.835

Norwegen

13.853

16.006

1.057

Großbritannien

10.468

13.940

803

Libyen

8.294

10.436

598

Kasachstan

6.854

7.021

676

Aserbaidschan

4.182

3.411

408

Nigeria

3.664

3.028

476

Syrien

2.643

2.702

86

Venezuela

1.922

1.768

48

Algerien

1.763

3.078

78

Elfenbeinküste

1.472

1.402

0

Saudi-Arabien

1.418

2.653

58

Ägypten

1.135

1.254

75

Dänemark

1.117

116

34

Iran

796

447

41

Angola

734

910

126

Gabun

619

203

93

Niederlande

514

648

17

Tunesien

478

509

30

Brasilien

345

724

5

Irak

277

180

0

Kuwait

271

137

62

Polen

211

316

20

Italien

137

136

0

Litauen

103

122

10

Trinidad und Tobago

87

26

0

Turkmenistan

55

159

15

Republik Kongo

16

0

0

Mexiko

0

22

0

Äquatorialguinea

0

154

0

Kamerun

0

93

0

Gesamt:*)

98.173

105.179**)

7.651

 

 

Durchschnittspreis
pro Tonne in Euro

324,26

484,14

375,47

   *)  Abweichungen in den Summen durch Runden der Zahlen
 **)  Endgültige Menge nach Jahreskorrektur




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