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Pressemitteilung
19.10.2007

Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Dr. Joachim Wuermeling, besucht den Wismut-Standort Ronneburg

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Joachim Wuermeling, hat den Sanierungsstandort Ronneburg des Bundesunternehmens Wismut GmbH und die Wismut-Ausstellung im ehemaligen BUGA-Gelände "Neue Landschaft Ronneburg" besucht.

Staatssekretär Wuermeling gab heute das Startsignal für den Abtrag des Schutzdammes zum ehemaligen Urantagebau Lichtenberg am Stadtrand von Ronneburg. Damit beginnt nach Beendigung der BUGA die Abschlussetappe für die Umlagerungsarbeiten der Halden am Standort Ronneburg, die bis Ende 2007 abgeschlossen sein werden. Mit dem Abtrag der Halden und der Wiedernutzbarmachung der Flächen schafft Wismut wesentliche Voraussetzungen zur städtebaulichen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Ronneburg und der umliegenden Region.

Bei einer Befahrung des verfüllten und bereits teilweise abgedeckten Tagebaus Lichtenberg, in den die umliegenden Halden aus dem ehemaligen Uranerzbergbau eingebaut worden sind, zeigte sich Staatssekretär Wuermeling beeindruckt von dem bisher erreichten Sanierungsfortschritt. Er dankte den Beschäftigten der Wismut GmbH für das große Engagement und die herausragenden Leistungen.

Die Sanierung war Grundstein für die erfolgreiche Durchführung der BUGA am Standort Ronneburg. Die "Neue Landschaft Ronneburg" stellt eindrucksvoll die Sanierung und Gestaltung einer vom Uranbergbau geschundenen Region in eine lebenswerte Umwelt dar.

Der Bund stellt für die Wismut-Sanierung insgesamt bis zu 6,2 Mrd. Euro zur Verfügung, davon sind bisher etwa 5 Mrd. Euro ausgegeben worden.

Staatssekretär Wuermeling: "Der Stand der Arbeiten am Sanierungsstandort Ronneburg macht in beeindruckender Weise deutlich, welche gewaltigen Leistungen erbracht und welches herausragende Know-how dafür entwickelt worden ist. Die technisch schwierige und umfangreiche Sanierung der großflächigen Schlammteiche zeigt aber auch, dass noch bis weit nach 2010 erhebliche Sanierungsleistungen erforderlich sind. In der nächsten Zeit werden wir daher gemeinsam mit dem Unternehmen die noch anstehenden Aufgaben definieren und die künftige Entwicklung des Unternehmens erörtern."

Die bisherigen Sanierungsergebnisse machen deutlich sichtbar, dass die vom Bund bereitgestellten Mittel sinnvoll im Interesse der Region und deren wirtschaftlicher Entwicklung eingesetzt werden. Auf bisher von der Wismut GmbH sanierten und verkauften Betriebsflächen sind bereits über 400 neue Arbeitsplätze entstanden. Die Wismut GmbH ist nach wie vor ein erheblicher Wirtschaftsfaktor und stellt auch in überdurchschnittlichem Maße Ausbildungsplätze in zukunftssicheren Berufen bereit.

Im Interesse der Sicherung bzw. der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen sowohl für Wismut-Mitarbeiter als auch für die Region wird das erworbene Sanierungs-Know-how durch die 2002 ausgegründete Unternehmenstochter "WISUTEC Wismut Umwelttechnik GmbH" wirtschaftlich genutzt.


 
Pressemitteilung
19.10.2007

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dagmar Wöhrl, stellte heute die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung vor

Bei diesem Wirtschaftszweig handelt es sich um einen sehr weit gefächerten Bereich mit vielen Arbeitsplätzen (über 800.000) und starken Umsätzen (über 117 Milliarden Euro).

Diese Zukunftsbranche rückt deshalb stärker als bisher über ihre allgemeine kulturelle und gesellschaftspolitische Bedeutung hinaus auch in den Fokus nationaler und internationaler Wirtschafts- und Innovationspolitik. So werden in der Kreativwirtschaft vielseitige Produkte entwickelt, die zugleich im öffentlichen Interesse liegen und beispielsweise in der Bildung, im Gesundheitswesen und anderen Bereichen der Daseinsvorsorge eingesetzt werden können.

Ziel der Initiative ist es, die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs stärker in das politische Bewusstsein zu rücken und diesem die gleiche Anerkennung zu geben, wie sie etablierten Wirtschaftszweigen zukommt.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dagmar Wöhrl: "Wir wollen konkrete Hilfestellungen dort geben, wo es aus Bundessicht notwendig und sinnvoll ist. Dies betrifft beispielsweise die Verbesserung der Außendarstellung und des Standortmarketings. Generell geht es darum, neue positive Zukunftsperspektiven für die Kreativwirtschaft zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu erschließen.
Mit dem Konzept will die Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien die Branche unterstützen, indem wir die Nutzung öffentlicher Informationen verbessern und die Vernetzung innerhalb der Kreativbranche optimieren. In einem ersten Schritt werden eine Bestandsaufnahme der Potentiale und Herausforderungen dieses Wirtschaftszweiges vorgenommen, in einem zweiten Schritt gemeinsam mit allen Akteuren konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet."

Das Konzept für die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung kann auf der Homepage des BMWi abgerufen werden (siehe "Downloads").


Weiterführende Informationen

Downloads

Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung

Berlin, 19. Oktober 2007 PDF: 31,6 KB

Federal Government Culture and Creative Industry Initiative

Berlin, 19 October 2007 PDF: 30,5 KB

 
Pressemitteilung
22.10.2007

Fachkräftemangel: Hinweise auf Mangel an technischen Qualifikationen verdichten sich

Staatssekretär Otremba: Gleichgerichtetes Handeln von Bund, Ländern und Wirtschaft erforderlich

Logo "Deutscher Industrie-und Handelskammertag"
Logo "Deutscher Industrie-und Handelskammertag"

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die Studie "Wertschöpfungsverluste durch nicht besetzbare Stellen beruflich Hochqualifizierter in Deutschland" durchgeführt. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Walther Otremba, und der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Dr. Martin Wansleben, haben die heute im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie vorgestellten Ergebnisse der Studie als Beleg dafür gewertet, dass sich die Befunde für einen Mangel an technischen Qualifikationen in Deutschland verdichten.

Staatssekretär Dr. Otremba: "Wir brauchen ein gleichgerichtetes Handeln von Bund, Ländern und Wirtschaft, jeder in seinem Verantwortungsbereich. Zum einen sind Maßnahmen zu ergreifen, die kurzfristig wirken können, wie die bessere Ausschöpfung des Erwerbspersonenpotenzials. Zum anderen müssen die Rahmenbedingungen für die Bildung von Humankapital so gestaltet werden, dass Deutschland als Volkswirtschaft mit zunehmend wissensbasierter Wertschöpfung langfristig wettbewerbsfähig bleibt."

Im Einzelnen ziehen sie aus der Studie folgende Schlüsse:

  1. Im Bereich der Hochqualifizierten gibt es einen gravierenden Fachkräftemangel bei den akademischen MINT-Qualifikationen [Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik] sowie bei Technikern, aber keinen generellen Mangel an Hochqualifizierten.

  2. Damit erhärtet sich der Befund, dass es sich bei dem Fachkräftemangel im Bereich technischer Qualifikationen um ein strukturelles Problem handelt, das bei Fortschreibung der demografischen Eckdaten an Schärfe zunimmt.
  3. Die Engpässe konzentrieren sich auf die Branchen, die für die technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands am wichtigsten sind (unternehmensnahe Dienstleistungen, Maschinenbau, Metall und Elektroindustrie, Fahrzeugbau).

  4. Die Zahl der  definitiv nicht besetzbaren Stellen von über 165.000 sowie jene der nur verzögert besetzbaren Stellen von knapp 65.000 unterstreicht, dass eine kurzfristige Schließung dieser Kräftelücke aus dem bestehenden Potenzial nicht realistisch ist.

  5. Der aus den definitiv oder vorübergehend nicht besetzbaren Stellen resultierende Wertschöpfungsverlust von rund 18,5 Mrd. ¤ - das entspricht 0,8 % des BIP - ist inzwischen auch gesamtwirtschaftlich relevant und beginnt sich bremsend auf das weitere Wachstum auszuwirken.

Auch die neueste DIHK-Konjunkturumfrage zeigt, dass Fachkräftemangel immer stärker zu einem Wachstums- und Beschäftigungshemmnis wird: Vor allem die exportstarken Branchen berichten von Schwierigkeiten bei der Rekrutierung geeigneten Personals - allen voran der Maschinenbau, aber auch die Elektro- und Medizintechnik, der Kraftfahrzeugbau und die Pharmazeutische Industrie. Demografiebedingt dürften die Schwierigkeiten der Unternehmen bei der Stellenbesetzung wachsen: Schon heute stehen 970.000 Schulabgängern nur rund 800.000 Erstklässler gegenüber. Die Erwerbsbevölkerung wird altern und schrumpfen - und der Wettstreit um qualifizierte Köpfe deutlich an Intensität gewinnen.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben: "Um Fachkräftemangel und demografischem Wandel zu begegnen, plädiert der DIHK für ein umfassendes Maßnahmenpaket, das drei Hauptzielrichtungen verfolgen muss: Erstens müssen wir die Beschäftigungsquoten von Älteren und qualifizierten Eltern weiter anheben. Zweitens müssen wir unsere Kraftanstrengungen im Aus-und Weiterbildungsbereich intensivieren - der Ausbildungspakt ist hier ein erfolgreicher Einstieg. Drittens ist es unerlässlich, den Arbeitsmarkt für qualifizierte Ausländer stärker als bisher zu öffnen."




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