Sechste Tagung des Deutsch-Belarussischen Kooperationsrates im Bundeswirtschaftsministerium
Am 8. Juli 2010 fand im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die
6. Tagung des Deutsch-Belarussischen Kooperationsrates statt. Co-Vorsitzende des Rates waren auf deutscher Seite der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernd Pfaffenbach, und auf belarussischer Seite Außenminister Sergej Martynov.
Im Mittelpunkt der Tagung standen Themen der Ausweitung der deutsch-belarussischen Wirtschaftsbeziehungen, der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen sowie der Erhöhung der Energieeffizienz in der Republik Belarus.
Im Hinblick auf Förderung gemeinsamer Projekte stellte Staatssekretär Dr. Bernd Pfaffenbach fest: "Mit der Entscheidung des IMA Exportgarantien am 23. Juni 2010, erneut ein Halbjahresplafond in Höhe von 100 Mio. Euro für das HERMES-gedeckte Geschäft aufzulegen, sind die Voraussetzungen für interessante Vorhaben deutscher Unternehmen in Belarus geschaffen worden."
Die Potenziale für ein Engagement deutscher Unternehmen in Belarus sind gut: Die belarussische Wirtschaft steht vor dem Erfordernis einer umfangreichen Modernisierung. Deutsche Unternehmen können mit ihren Angeboten in vielen Branchen mit Know-how und modernen Investitionsgütern zum Gelingen der belarussischen Pläne beitragen. Zudem liegt das Land auch geografisch unmittelbar vor unserer Haustür: Belarus ist unmittelbarer Nachbar der Europäischen Union.
Die belarussische Seite stellte die jüngsten Entwicklungen zur Zollunion Russland - Belarus - Kasachstan vor.
Ein weiteres Thema war das auch mit Belarus durchgeführte Managerfortbildungsprogramm. Mehr als 150 Manager aus Belarus weilten in den vergangenen vier Jahren in Deutschland. Die in Deutschland geknüpften Kontakte können ebenso zu neuen Geschäftsbeziehungen führen.
Der Außenhandelsumsatz mit Belarus hatte im vergangenen Jahr krisenbedingt um 17% abgenommen und betrug 2,1 Mrd. Euro; zuletzt wurde im ersten Quartal 2010 ein Anstieg des Warenumsatzes um 5,8% verzeichnet.