Glos: Bilateralen Handel stärken!
Heute findet in Stuttgart die "Global Connect" statt. Dieses Forum für internationale Kontakte und Investitionen ist verbunden mit der 3. Deutsch-Russischen Mittelstandskonferenz. "Global Connect, also weltweites Verbinden, ist gerade jetzt in der Finanzkrise wichtig," so der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, anlässlich der Eröffnung der Veranstaltung. "Dem Mittelstand kommt traditionell eine bedeutende Rolle im bilateralen Handel zu. Die kleinen und mittelständischen Unternehmen verlieren aber Wettbewerbsvorteile, wenn sie sich nicht den Anforderungen der Globalisierung stellen. Gerade angesichts sich verdüsternder Exportaussichten sind um so mehr Kreativität, Leistung und Dynamik gefragt. Dem Mittelstand gilt deswegen unsere besondere Förderung. Ich begrüße vor diesem Hintergrund die Initiative des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, die Eröffnung des neuen Handelsplatzes "Global Connect" mit der 3. Deutsch-Russischen Mittelstandskonferenz zu verbinden."
An der Konferenz nimmt auch die Wirtschaftsministerin der Russischen Föderation, Frau Nabiullina, teil. In einem bilateralen Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Glos und Ministerin Nabiullina stand der Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen im Vordergrund.
Bundesminister Glos: "Starke Handelsnationen wie Russland und Deutschland sollten vermehrt die Potentiale ihres bilateralen Handels nutzen. Wir brauchen dafür einen starken Mittelstand. Und Russland braucht einen starken Mittelstand für den Handel mit Deutschland".
Als aktiver Partner unterstützt die Bundesregierung deshalb auch Russland in seinem Bestreben, breite mittelständische Strukturen als Rückgrat der russischen Wirtschaft zu etablieren. In Russland übt die andauernde Entwicklung industrieller Kerne eine anziehende Wirkung auf kleine und mittelständische Unternehmen aus. Beispiel hierfür sind die sich etablierende Autozulieferindustrie sowie die Bereiche Energieeffizienz, Gesundheitswirtschaft, Medizintechnik und die Kommunalwirtschaft.
Bundesminister Glos wies auch auf die Neustrukturierung der Außenwirtschaftsförderung hin. Zur Verbesserung des Leistungsangebots werden zum 1. Januar 2009 die Bundesagentur für Außenwirtschaft und die Invest in Germany GmbH zur "Germany Trade and Invest" GmbH zusammengeführt. Gemeinsam mit unserem weltweiten System von Auslandshandelskammern, unserem Auslandsmesseprogramm und dem unmittelbaren Engagement der Bundesregierung bei der Absicherung von Auslandsrisiken durch mehr Exportkredit- und Investitionsgarantien erhält die deutsche Wirtschaft die Unterstützung, die sie im internationalen Wettbewerb braucht, um auch unter den jetzigen erschwerten Bedingungen ihren Platz in der Spitzengruppe der führenden Industrienationen zu behaupten.
Bundesminister Glos appellierte an die deutschen Unternehmen, dieses Angebot zu nutzen. An die ausländischen Gäste gewandt sagte er: "Deutschland ist und bleibt ein offener Investitionsstandort. Investoren aus dem Ausland sind uns sehr willkommen."