Glos: Rahmenbedingungen für Aufschwung neu ausrichten - Steuern und Abgaben senken, keine Planwirtschaft im Arbeitsmarkt
Anlässlich der Eröffnung des 2. Deutschen Kongresses für Großhandel und Kooperationen in Berlin wies der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, darauf hin, dass der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands kein Selbstläufer ist. Vor dem Hintergrund der US-Hypothekenkrise, Rekordpreisen bei Öl und steigendem Euro braucht Deutschland wettbewerbsfähige Steuer- und Abgabensätze, ausgeglichene Haushalte, flexible Arbeitsmärkte und gut ausgebildete Fachkräfte.
Nach einer erfolgreichen Reform der Unternehmenssteuern müssen die Abgaben gesenkt werden. Bundesminister Glos zur bevorstehenden Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auf 3,9 % zum 01. Januar 2008: "Das ist gut, aber es reicht mir noch nicht. Ich halte eine Senkung auf mindestens 3,5 % für möglich".
Außerdem wird der Minister bei Mindestlöhnen "nicht locker lassen". Bundesminister Glos: "Mindestlöhne bedrohen existierende Arbeitsplätze und verhindern neue Beschäftigung. Wer Mindestlöhne fordert, müsste eigentlich auch Mindestarbeitsplätze vorschreiben. Und dann wären wir ganz schnell in der Planwirtschaft."
Zeitarbeit hat sich als Sprungbrett in eine Dauerbeschäftigung bewährt. Geringfügige Beschäftigung ist in der Regel kein Zeichen für Verarmung. Bundesminister Glos: "Es ist eine Chance für Rentner oder Studenten, sich jenseits der Existenzsicherung noch etwas mehr Wohlstand zu erarbeiten."