Politik für den Mittelstand
Der Mittelstand ist das Herz der Sozialen Marktwirtschaft und der Motor für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Es gehört deshalb zu den vordringlichsten Aufgaben der Mittelstandspolitik, die Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen so zu gestalten, dass sie ihr Entwicklungs- und Innovationspotenzial voll entfalten können.
Der Mittelstand - Rückgrat der deutschen Wirtschaft
Die deutsche Wirtschaft wird vor allem durch die rund 3,7 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen sowie Selbständigen in Handwerk, industriellem Gewerbe, Handel, Tourismus, Dienstleistungen und Freien Berufen geprägt. Mittelstandspolitik berührt die Interessen der überwiegenden Zahl aller am Wirtschaftsprozess Beteiligten.
Mittelständische Unternehmen
- stellen 99,7 Prozent aller Unternehmen in Deutschland dar,
- erzielen rund 39 Prozent aller steuerpflichtigen Umsätze
- tragen etwa 51 Prozent zur Nettowertschöpfung aller Unternehmen bei und
bieten rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Unternehmen einen Arbeitsplatz.
Wer zählt zum Mittelstand?
Nach quantitativen Kriterien werden in Deutschland Unternehmen mit einem Jahresumsatz von unter 50 Mio. Euro und mit weniger als 500 Beschäftigten zum Mittelstand gezählt. Als qualitativer Gesichtspunkt wird die Einheit von Eigentums- und Leitungsrechten in der Person des Unternehmers bzw. der Unternehmerin (bzw. deren Familie) herangezogen.
| Kleine Unternehmen | Mittlere Unternehmen |
| bis unter 1 Millionen Euro Jahresumsatz | 1 bis 50 Millionen Euro |
| bis 9 Beschäftigte | 10 bis 499 Beschäftigte |
| Quelle: IfM Bonn |
Schwerpunkte der Mittelstandspolitik
Wenn es darum geht, neue Wachstumsmärkte und Technologien zu erschließen, die internationale Präsenz der deutschen Wirtschaft zu erhöhen und die Kooperationsmöglichkeiten mit ausländischen Partnern zu nutzen, kommt kleinen und mittleren Unternehmen eine zentrale Bedeutung zu. Gleichzeitig wird der Anpassungsdruck für den Mittelstand durch den intensiven internationalen Wettbewerb stärker. Es gehört deshalb zu den Aufgaben der Mittelstandspolitik, optimale Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen zu schaffen, damit diese zu Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland beitragen können. Mittelstandspolitik ist eine Querschnittsaufgabe, die nur im Dialog und in Kooperation mit Partnern erfolgreich gestaltet und verwirklicht werden kann. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist daher im ständigen Dialog mit der Wirtschaft, um kleine und mittlere Unternehmen effizient und pragmatisch zu unterstützen.
Initiative für den Mittelstand "Auf den Mittelstand setzen: Verantwortung stärken - Freiräume erweitern"
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat in seiner neuen Initiative für den Mittelstand "Auf den Mittelstand setzen: Verantwortung stärken - Freiräume erweitern" sieben Themenbereiche identifiziert, die für kleine und mittlere Unternehmen und ihren wirtschaftlichen Erfolg von zentraler Bedeutung sind:
- Innovationen,
- Fachkräfte,
- Unternehmensnachfolgen und Gründungen,
- Marktchancen im Ausland,
- Finanzierung,
- Rohstoffe, Energie- und Materialeffizienz sowie
- Bürokratieabbau.
In diesen Bereichen verbessert die Bundesregierung - im engen Dialog mit der mittelständischen Wirtschaft - die Bedingungen für unternehmerisches Handeln, schafft neue Freiräume für kleine und mittlere Unternehmen und gibt zusätzliche Impulse für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland.
Ausführliche Informationen zur Mittelstandsinitiative des BMWi finden Sie hier.
