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Politik für den Mittelstand

Programm des BMWi "Neun Punkte für den Mittelstand" (Stand: 21. Januar 2010)

4. Wir werden die Gründungskultur stärken und die Unternehmensnachfolge erleichtern

Internationale Vergleiche zeigen eine relativ schwach ausgeprägte Gründungsbereitschaft in Deutschland. Nach dem Länderbericht 2008 des "Global Entrepreneurship Monitor" (GEM) sind die Bürger in Deutschland pessimistischer als in den meisten vergleichbaren Ländern, was künftige Gründungschancen angeht. Zudem hält sie die Angst vor dem Scheitern häufig davon ab, überhaupt ein Unternehmen zu gründen. In beiden Kategorien liegt Deutschland im letzten Drittel.

  • Mit einer Initiative "Gründerland Deutschland" werden wir auf breiter Ebene für die Themen Gründung und Unternehmergeist werben, Chancen und Möglichkeiten der unternehmerischen Selbständigkeit aufzeigen und die Gründungskultur in Deutschland stärken.

  • Wir wollen mit der Gründerwoche Deutschland im November 2010 - als deutscher Beitrag zur internationalen "Global Entrepreneurship Week" - das Gründungsinteresse vor allem bei jungen Menschen wecken, indem wir in der Aktionswoche bundesweit Veranstaltungen von Unternehmen, Schulen, Hochschulen, Verbänden und Multiplikatoren bündeln.

  • Zudem werden wir Gründergeist in den Hochschulen durch einen neuen Wettbewerb "EXIST-Gründungskultur - die Gründerhochschule" fördern, in dem wir die besten diesbezüglichen hochschulweiten Gesamtstrategien auszeichnen.

    Dieser Wettbewerb mit einem Volumen von mehr als 40 Millionen Euro wird voraussichtlich im März 2010 starten.

  • Daneben werden wir die Schülerprojekte "JUNIOR" und "Deutscher Gründerpreis für Schüler" intensiv begleiten und fördern und uns verstärkt in der Initiative "Unternehmergeist in die Schulen" engagieren.

Nach Hochrechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn steht jedes Jahr bei über 70.000 Familienunternehmen die Regelung der Nachfolge an. Für etwa 8 % von ihnen findet sich kein Nachfolger.

Um Stilllegungen von Unternehmen und den Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund gescheiterter Unternehmensnachfolgen zu vermeiden, wollen wir den unternehmerischen Generationswechsel in Deutschland erleichtern.

  • Dazu haben wir bei der Erbschaftsteuer die Bedingungen für die steuerbegünstigte Unternehmensnachfolge verbessert. Geschwister und deren Kinder zahlen außerdem künftig weniger Erbschaftsteuer.

  • Mitte 2010 werden wir eine Informationsoffensive zum Thema Unternehmensnachfolge starten.

    Wir werden sie in die bestehende "nexxt-Initiative" einbetten, die neben dem BMWi von etwa 30 weiteren Partnern aus Institutionen der gewerblichen Wirtschaft, der Freien Berufe, der Kreditwirtschaft, der Medien und der Wissenschaft getragen wird. In diesem Rahmen soll auch die Nutzerfreundlichkeit der Nachfolgebörse "nexxt-change" optimiert werden, um noch bessere Vermittlungserfolge zu erzielen.


Downloads

Neun Punkte für den Mittelstand

Stand: 21.01.2010 PDF: 50,3 KB



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