Existenzgründung
Eckpunkte der Gründungsförderung durch das BMWi
- Information:
Jeder Gründer muss Zugang zu den für ihn wichtigen Informationen haben, um auf dieser Grundlage selbständig alle wichtigen Schritte einleiten zu können, die zum Gründen notwendig sind. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hält sowohl im Internet als auch im Printbereich eine breite Palette von Informationen bereit. - Bürokratie:
Gründer dürfen nicht durch überbordende bürokratische Lasten im Gründungsprozess abgeschreckt oder abgehalten werden. Hierzu hat das BMWi mit zwei Mittelstandsentlastungsgesetzen erste Schritte eingeleitet. Die Vereinfachung von Gründungsverfahren sowie potenzielle Kostenreduzierungen sind - in Absprache mit Ländern und Kommunen - ein fortlaufender Prozess. - Beratung:
Jeder Gründer sollte Zugang zu professioneller Beratung haben, denn kein Gründer muss die Fehler vorangegangener Gründergenerationen wiederholen. Hierzu stehen das Förderprogramm des Bundes und der KfW Mittelstandsbank "Gründercoaching Deutschland" und das Informations- und Schulungsprogramm des Bundes und des BAFA zur Verfügung. - Sensibilisierung:
Deutschland muss wieder zum "Gründerland" werden. Unternehmertum und Selbständigkeit müssen wieder sehr viel mehr als berufliche Option wahrgenommen werden. Deshalb fördert das BMWi Projekte an Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die junge Menschen frühzeitig an das Thema Selbständigkeit heranführen (Entrepreneurship Education). - Nachhaltigkeit: Gründungen brauchen ein tragfähiges Geschäftskonzept. Hilfe und Unterstützung bieten die Kammern (IHK und HWK) sowie die Informationsangebote des BMWi - www.existenzgruender.de. Jede Gründung muss tragfähig und auf Nachhaltigkeit ausgelegt sein.
- Finanzierung:
Gründer brauchen Zugang zu finanziellen Ressourcen. Das KfW-Startgeld deckt mit einem Kreditangebot bis zu 50.000 EURO die meisten Gründungsfälle ab. Der High-Tech-Gründerfonds wendet sich an innovative Gründer mit einem deutlich höheren Kapitalbedarf. Mit EXIST fördert das BMWi Gründungsprojekte im Hochschulbereich und vergibt Fördermittel an potentielle Gründer an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Denn: Forschungsideen, die Grundstock eines neuen Unternehmens werden können, dürfen nicht in den Schubladen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen verkümmern. - Zweite Chance:
Durch Fehler wird man klug. Gescheiterte Gründer verdienen eine zweite Chance. Die Erfolgsausichten für einen Restart stehen grundsätzlich gut.
Ausführliche Informationen unter anderem zum Gründungsgeschehen in Deutschland und zur Existenzgründungsförderung durch das BMWi, Adressen und Ansprechpartner, finden Sie auf dem Internetportal www.existenzgruender.de. Dort erhalten Existenzgründerinnen und -gründer umfangreiche Unterstützung bei ihrem Vorhaben. Zahlreiche Checklisten, Publikationen, Materialien und ein Newsletter helfen dabei, sich auf die Selbstständigkeit vorzubereiten. Im BMWi-Expertenforum stehen zudem kompetente Ansprechpartner für die verschiedenen Themenbereiche zur Verfügung.