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1.10.2009

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Monatsbericht Oktober 2009

Vorwort des Ministers

Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg
Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

Zur Sache


Handwerk hat goldenen Boden, heißt es. Fast eine Million Handwerksbetriebe beschäftigen fast fünf Millionen Erwerbstätige. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Basis für den Erfolg der Firmen. Doch viele Betriebe müssen noch die demografischen Herausforderungen annehmen, die sich im Altersaufbau der Bevölkerung bereits ankündigen. Nach einer Untersuchung des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn haben sich drei Viertel aller Handwerksbetriebe mit dem Thema des demografischen Wandels beschäftigt - weniger als im gesamten Mittelstand. Demnach besteht im Handwerk Nachholbedarf, etwa in der Nachwuchsgewinnung, die als echte strategische Herausforderung angesehen werden sollte. Unser Schlaglichterartikel berichtet, wie die Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter" das Handwerk anspricht und bei der Entwicklung neuer Unternehmensstrategien unterstützt.

Wissensintensive Dienstleistungen sind in allen entwickelten Volkswirtschaften zu einem wahren Innovationsmotor geworden. Denn die Märkte für wissensintensive Dienstleister wachsen schneller als andere Märkte. Die Bandbreite ist groß: Von Software-Diensten über Unternehmensberatungen bis hin zu Ingenieurbüros werden Unternehmen den wissensintensiven Dienstleistern zugeordnet. Innovationen in diesem Bereich sind oft keine technischen Innovationen. Neue Formen der Prozessorganisation zählen ebenso dazu wie innovative Servicestrukturen. Ein Beitrag im Monatsbericht informiert darüber, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wissensintensive Dienstleister gezielt mit Förderprogrammen unterstützt.

Auch die Kultur- und Kreativwirtschaft gehört zum Dienstleistungssektor. Bei dieser Branche stellt sich die Frage, welcher Teil der Wirtschaft unter diesem Begriff gefasst wird und was diesen Wirtschaftszweig gegenüber anderen auszeichnet. Das war der Untersuchungsgegenstand eines Forschungsgutachtens, das von der Bundesregierung auf Empfehlung der Enquetekommission "Kultur in Deutschland" in Auftrag gegeben und Anfang dieses Jahres abgeschlossen wurde. Insgesamt hat die Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr 2008 mit 63 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung beigetragen und liegt damit in ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung zwischen der chemischen Industrie und der Automobilindustrie. Die "Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft" der Bundesregierung zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche weiter zu stärken und ihre Wachstums- und Beschäftigungschancen besser auszuschöpfen. Auch darüber berichten die Schlaglichter.

Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie





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