Energieforschung der Bundesregierung
Energieforschungsprogramm
Die Bundesregierung legt die Ziele und Schwerpunkte ihrer Energieforschungspolitik sowie die zugehörigen Fördermechanismen in einem mehrjährigen Energieforschungsprogramm fest. Die Federführung für die programmatische Ausrichtung der Energieforschungspolitik und das Energieforschungsprogramm liegt beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Andere Bundesministerien sind im Rahmen ihrer individuellen Zuständigkeit an der Förderung von Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien beteiligt. Das aktuelle 5. Energieforschungsprogramm wurde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erarbeitet.
Zum 1. Januar 2006 ist das 5. Energieforschungsprogramm "Innovation und neue Energietechnologien" (s. Publikationen) in Kraft getreten. Das Programm bildet die Grundlage für die Förderpolitik des Bundes in den kommenden Jahren und löst das Vorläuferprogramm aus dem Jahr 1996 ab. Zielsetzung ist es, durch Innovation und technischen Fortschritt den Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung weiter voran zu treiben. Nur mit verbesserten und neuen Technologien wird es Deutschland gelingen, die energiewirtschaftlichen und klimapolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern.
Kurz- und mittelfristig leistet das Programm einen konkreten Beitrag zur Erfüllung aktueller politischer Vorgaben, vor allem die Sicherstellung eines ausgewogenen Energiemixes, die Steigerung der Energieproduktivität und die Erhöhung des Beitrags der erneuerbaren Energieträger am Primärenergieverbrauch.
Langfristig trägt es dazu bei, durch Sicherung und Erweiterung der technologischen Optionen die Reaktionsfähigkeit und Flexibilität der Energieversorgungssysteme zu verbessern.
Das Energieforschungsprogramm ist eingebunden in den Gesamtkontext der Politik der Bundesregierung. Es dient daher auch den Zielen der Wirtschafts- und Industriepolitik, der Beschäftigungspolitik, der Forschungspolitik und der Umwelt- und Klimapolitik. Darüber hinaus ist es Teil des Integrierten Energie- und Klimaprogramms (PDF-Dokument, Maßnahme 25) der Bundesregierung.
Die Bundesregierung wird in den Jahren 2008 bis 2011 im Rahmen der Energieforschung rund 2,2 Mrd. ¤ für die Förderung von Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien bereitstellen. Damit leistet das Energieforschungsprogramm einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Anpassung und Modernisierung der deutschen Energieversorgung.
Die Bundesregierung fördert zusätzlich auch außerhalb des Energieforschungsprogramms Forschung und Entwicklung von zukunftsweisenden Energietechnologien. Dabei geht es um Vorhaben in anderen Programmen, in denen die energiepolitischen Aspekte nicht im Vordergrund stehen. Beispiele hierfür sind der Technologiewettbewerb "E-Energy: IKT-basierte Energiesystem der Zukunft", Projekte in der Verkehrsforschung oder die Technologieförderung für den Mittelstand (siehe auch unter "Weiterführende Informationen").