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Kernenergie in Deutschland

Atommeiler
© istockphoto.com/Michael Utech

Endlagerforschung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist zuständig für Standort unabhängige, anwendungsorientierte Grundlagenforschung zur nuklearen Entsorgung vor allem unter dem Aspekt Sicherheit. Es fördert seit fast vier Jahrzehnten wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass die Endlagerung radioaktiver Abfälle in tiefen geologischen Gesteinsformationen sicher erfolgen kann und in Deutschland im Wirtsgestein Steinsalz realisierbar ist. Dabei wird das BMWi u. a. durch die nachgeordnete Behörde Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und den Projektträger Karlsruhe für Wassertechnologie und Entsorgung (PTKA-WTE) im Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) unterstützt. Wichtige Zukunftsaufgabe für die Forschung ist die Absicherung vorliegender Erkenntnisse durch wissenschaftliche Untersuchungen am konkret festgelegten Endlagerstandort für hochradioaktive, Wärme entwickelnde Abfälle in Deutschland. 

Im September 2008 ist eine im Auftrag des BMWi von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) und dem Öko Institut (ÖI) erstellte Zusammenfassung der in den letzten 40 Jahren erarbeiteten relevanten Ergebnisse der Grundlagenforschung des Bundes zur "Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle in Deutschland" mit 22 Anhängen veröffentlicht worden. Der Hauptband und alle Anhänge sind auf der Berichtsseite des Projektträgers Karlsruhe abrufbar.

In den letzten Jahren hat die internationale FuE-Zusammenarbeit zu den potentiellen Wirtsgesteinen Tonstein und Granit einen zunehmend breiten Raum eingenommen. So konnten nicht nur die Grundlagen für den vorläufigen Sicherheitsnachweis Gorleben bereitgestellt werden, sondern insbesondere auch in Untertagelabors in Granit und Tonstein wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, die zentrale Bestandteile eines Sicherheitsnachweises für diese Gesteine sind. In diesem Zusammenhang gewinnen umfangreiche Demonstrationsexperimente zunehmend an Bedeutung. Dies ist der wesentliche Grund, warum BMWi neben ANDRA, SKB-AB und Posiva Oy Gründungsmitglied der IGDTP ist, einer Technologieplattform, die sich darauf festgelegt hat, die tiefe geologische Endlagerung hochradioaktiver Abfälle bis 2025 zumindest an einem Standort in Europa zu realisieren.
Die Implementing Geological Disposal-Technologieplattform hat inzwischen rund 70 Mitglieder. Wie BMWi beschäftigen sich alle diese Partner mit der anwendungsorientierten Grundlagenforschung und deren technischer Umsetzung im Bereich nukleare Entsorgung.



Downloads

Endlagerung radioaktiver Abfälle in tiefen geologischen Formationen Deutschlands - Untersuchung und Bewertung von Tongesteinsformationen

Studie der BGR, April 2007 PDF: 20,6 MB

Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland

Untersuchung und Bewertung von Regionen mit potenziell geeigneten Wirtsgesteinsformationen, April 2007 (Zusammenfassung und Bewertung der vorliegenden Studien) PDF: 3,3 MB



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