Mineralölversorgung
Primärenergieträger Mineralöl
Der wichtigste Primärenergieträger in Deutschland ist Mineralöl mit 33,3 % des Primärenergieverbrauchs im Jahr 2010. Während in den 70er Jahren Mineralöl noch für mehr als die Hälfte (1970: 53,1 %, 1975: 52,1%) des Primärenergieverbrauchs die Basis war, sank der Anteil vor allem wegen des stärkeren Einsatzes von Erdgas im Heizungsbereich im Laufe der 80er Jahre (1980: 40,6 %, 1985: 33,9 %). Wachsende Verkehrsleistungen haben dazu geführt, dass der Primärenergieanteil seitdem in relativ engen Grenzen schwankt (1990: 35,0 %, 1995: 39,9 %, 2000: 38,2 %).
Der Inlandsabsatz an Mineralölprodukten betrug 105,7 Mio. Tonnen im Jahr 2010, darunter Ottokraftstoff 19,6 Mio. Tonnen, Diesel 32,1 Mio. Tonnen, Heizöl (leicht) 21,0 Mio. Tonnen sowie Heizöl (schwer), das überwiegend in der Industrie eingesetzt wird, 5,3 Mio. Tonnen.
Mineralölprodukte werden im Verkehrsbereich aus technischen und ökonomischen Gründen auf absehbare Zeit ihre überragende Bedeutung behalten. Ihr Anteil wird jedoch zurückgehen. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Biokraftstoffen am Gesamtkraftstoffmarkt deutlich zu erhöhen. Hinzu kommen eine erhöhte Nutzung von Flüssiggas und von Erdgas als Kraftstoff sowie die Initiativen zur Elektromobilität und zum Wasserstoff als Kraftstoff.
Die "Energiedaten" sind eine Sammlung des BMWi mit aktuellen Daten zur Energieversorgung aus zuverlässigen heimischen und internationalen Quellen.