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Offshore-Windenergie: Wie der Strom vom Meer bis an den Bodensee gelangt

Offshore-Windkraftanlagen
Offshore-Windkraftanlagen
© Colourbox.com

BMWi: Mittelweg zwischen Vision und Pragmatismus

Die rauhe See beansprucht Mensch und Material und lässt sich für eine zuverlässige Stromversorgung nicht ganz so leicht bändigen. Der Wind weht auf dem Meer rund doppelt so kräftig wie bei der Nutzung an Land. Die Herausforderung besteht darin, die Nutzung der Windenergie sorgfältig in eine Gesamtstrategie für modernisierte Energiesysteme und Stromnetze einzubetten.

An Land ist die Logistik der Installation von Windenergieanlagen und deren Anschluss an das Stromnetz einfacher zu realisieren als auf dem Meer. Denn jenseits der Küste müssen die Spezialisten erst unter Wasser in aufwändiger Weise Kabeltrassen legen, um den Strom bis zum Ufer zu transportieren. Doch auch wenn der Strom das Ufer erreicht hat, ist die Arbeit keineswegs getan. Vielmehr steht dort eine weitere Herausforderung bevor: den Strom bis in die Verbrauchszentren zu transportieren.

Laut der von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) erstellten Netzstudie aus dem Jahr 2005 sind neue Hochspannungstrassen auf einer Länge von 850 km zu errichten und auf einer Wegstrecke von 400 Kilometern zu verstärken, um den Windstrom bis zu den Haushalten selbst in entlegenen Regionen zu transportieren. Doch der Ausbau der Netze ist nicht alles: Zukünftig wird es vielmehr darum gehen, Haushaltskunden und große Industriebetriebe, Städte und ländlichen Regionen mit unterschiedliche Stromerzeugungskapazitäten auf intelligente Weise zu vernetzen.

Nach Einschätzung von Experten sollen in der Nord- und Ostsee in den kommenden zwanzig Jahren neue Windparks mit einer installierten Leistung zwischen 20 und 25 Gigawatt errichtet werden. Um die damit verbundenen technologischen Herausforderungen zu meistern, sind enge Forschungskooperationen auf nationaler wie internationaler Ebene erforderlich.





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