G8-Weltwirtschaftsgipfel 2002 in Kananaskis
Am 26. und 27. Juni 2002 trafen sich die G8-Staats- und Regierungschefs im kanadischen Kananaskis, um sich mit Schlüsselfragen der Weltwirtschaft zu befassen. Es nahmen teil Bundeskanzler Gerhard Schröder, der US-amerikanische Präsident George W. Bush, der kanadische Ministerpräsident Jean Chrétien, der englische Premierminister Tony Blair, der französische Präsident Jacques Chirac, der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi, der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi, der russische Präsident Vladimir Putin und der Präsident der Europäischen Kommission Romano Prodi sowie EU-Ratspräsident José Maria Aznar.
Die Staats- und Regierungschefs beurteilten den Gipfel allgemein als ein erfolgreiches und bedeutendes Treffen. Bundeskanzler Schröder nannte als wichtigste Ergebnisse des Gipfels 2002 die Verabschiedung des Afrika-Aktionsplans, die Aufstockung der Kölner Entschuldungsinitiative um bis zu eine Milliarde US-Dollar, die volle Integration Russlands in die Gemeinschaft der G8 und die Initiierung der Globalen Partnerschaft beim Kampf gegen die Bedrohung durch chemische, biologische, radiologische und nukleare Waffen. Alle Fragen wurden unter dem Dach der drei Schwerpunktthemen Weltwirtschaft, Internationale Terrorismusbekämpfung und Neue Partnerschaft mit Afrika beraten.