G8-Gipfel in L'Aquila - Schwerpunkte der Beratungen
Neben den Verhandlungen im klassischen G8-Kreis am ersten Tag, nutzten die Staats- und Regierungschefs der G8 den Gipfel für Beratungen in unterschiedlichen Formaten wie dem Heiligendamm-L'Aquila-Prozess mit den Staats- und Regierungschefs der G5, dem Major-Economies-Forum mit Australien, Südkorea, Indonesien und für ausführliche Gespräche über Themen der Entwicklungspolitik mit den afrikanischen Staats- und Regierungschefs. Detaillierte Informationen über Inhalt und Ablauf des G8-Gipfels finden Sie im Bericht der Bundesregierung an die Ausschüsse des Deutschen Bundestages.
Schwerpunkte der Beratungen der anwesenden Staats- und Regierungschefs waren:
Weltwirtschaft
Angesichts der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise standen im weltwirtschaftlichen Teil des Gipfels der Austausch über die Auswirkungen der Krise und mögliche Wege zu einem nachhaltigen Wachstumspfad im Fokus der Diskussion. Dabei konnten die G8 - gemeinsam mit den G5 und vier weiteren Ländern - einen klaren Impuls zu einem baldigen Abschluss der Doha-Welthandelsrunde geben. Sie sprachen sich für offene Märkte und gegen jede Form des Protektionismus aus. Zudem wurde mit Blick auf steigende Haushaltsdefizite die Notwendigkeit langfristig stabiler Staatsfinanzen (Exit-Strategien) betont. Auch werden Sozial- und Beschäftigungspolitik als wichtige Säule im Kontext eines neuen globalen Rahmens gesehen. Zudem bietet die Krise eine Chance, die Weltwirtschaft stärker auf einen nachhaltigen und belastbaren Wachstumspfad zu führen ("green growth"), wie es in der Erklärung heißt.