Elemente der Außenwirtschaftsoffensive
Am 23. März 2010 wurde in Berlin die Außenwirtschaftsoffensive des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vorgestellt.
Deutsche Unternehmen im Ausland politisch flankieren
- Ziel der Außenwirtschaftsoffensive ist es, die Außenwirtschaftspolitik und ihr Instrumentarium neu auszurichten und zu bündeln. Dabei sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in das Zentrum der politischen Flankierung gestellt und bei Minister- und Staatssekretärsreisen besonders berücksichtigt werden.
Zusammen mit den Wirtschaftsverbänden werden wir ausloten, wie man die Beteiligung von KMU bei größeren Losen in Ausschreibungen unterstützen kann. - Die "Exportinitiative Sicherheitstechnologie" hat in 2011 und Anfang 2012 zahlreiche Treffen im In- und Ausland mit ausländischen Partnern und Beteiligung deutscher Unternehmen durchgeführt. Die hohe Beteiligung kleiner- und mittlerer Firmen ist dabei hervorzuheben. Schwerpunkt der Aktivitäten sind derzeit Brasilien, Indien, und die Arabische Halbinsel. Für 2012 sind zusätzliche Veranstaltungen im Bereich der GUS-Staaten, Mexiko und Vietnam geplant. Das Grundsatzprogramm 2013 wird zur Zeit gemeinsam mit Industrieverbänden, Ressorts, dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA), Germany Trade & Invest (GTAI) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vorbereitet. Einen besonderen Schwerpunkt wird auch 2012/2013 das Thema "Sicherheit und internationale Sportgroßereignisse" (speziell Fußball-Weltmeisterschaft und Olympische Spiele) bilden.
Die Initiative "Neue Zielmärkte" rückt Länder in das Blickfeld, die sich anders als insbesondere die sog. BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) einer bislang eher verhaltenen wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Aufmerksamkeit erfreuen.
Um Zukunftstrends aufzugreifen, haben wir zudem unsere Außenwirtschaftsaktivitäten stärker thematisch gebündelt und beispielsweise -
- im Verkehrsbereich die nationale Plattform "Elektromobilität" mit einer ausfuhrorientierten Komponente ausgestattet,
- für Unternehmen der Gesundheitswirtschaft die 2010 gestartete Exportinitiative "Health made in Germany" ausgebaut, um die Position dieser Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken,
- die bisherigen Programme "Förderung des Auslandsengagements ostdeutscher Unternehmen", "Förderung von außenwirtschaftlichen Markterkundungsmaßnahmen kleiner und mittlerer Unternehmen" und die "Kooperationsförderung wissensintensiver und unternehmensbezogener Dienstleistungen" in ein neues, gemeinsames Programm "Maßnahmen zur Erschließung von Auslandsmärkten für kleine und mittlere Unternehmen des produzierenden Gewerbes und für Dienstleister" zusammengeführt, das im Januar 2012 gestartet ist.
- Wir werden die "Exportinitiative Sicherheitstechnologie" umsetzen und stetig weiterentwickeln,
- die Akquisitionsbemühungen der Verteidigungsindustrie unter Beachtung der Exportbestimmungen flankieren,
- die Luft- und Raumfahrtindustrie kontinuierlich in Wachstumsmärkten begleiten. Unsere Wettbewerbsposition wollen wir auch in den kommerziellen und institutionellen Raumfahrtmärkten ausbauen, indem wir Satellitentechnologie und nachgelagerte Dienstleistungen aus Deutschland international vermarkten,
- die Energieversorgung von morgen noch stärker zu einem Eckpfeiler unserer Außenwirtschaftspolitik machen und zu einer echten Energieaußenpolitik reifen lassen. Mit den Exportinitiativen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz fördern wir den Export und die Verbreitung deutscher Technologie auf Auslandsmärkten,
- den Export kultureller und kreativer Produkte und Dienstleistungen fördern und die Potenziale der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft im Ausland noch besser bekannt machen. Dazu wird u. a. das bestehende Instrumentarium der Außenwirtschaftsförderung stärker für die Unternehmen der Branche geöffnet und das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes eng eingebunden,
- den Fokus gezielt auf wissensintensive Bereiche wie die Pharma- und Biotechnologie oder Medizin- und Umwelttechnik richten.
Wir haben die an Standorten der Vereinten Nationen (VN) eingerichteten Beschaffungsinformationsstellen erweitert, um die deutsche Wirtschaft bei Vergabeverfahren internationaler Organisationen besser zu unterstützen. Ferner werden wir zu diesem Zweck auch im Jahr 2012 Beschaffungsseminare an VN-Standorten (Kopenhagen und Rom) durchführen.
