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Politik für Ausbildung und Beruf

Das Blatt hat sich gewendet. Betriebe aller Branchen suchen Nachwuchs. Jeder Motivierte, der die Schule verlässt, hat beste Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Vielleicht nicht immer im Traumberuf, aber bei den rund 330 dualen Ausbildungsberufen, für die allein das Bundeswirtschaftsministerium zuständig ist, wird sich für jeden etwas Passendes finden.

Auszubildende und Ausbilder
© iStockphoto.com/lisafx

Damit das so bleibt, hat das Bundeswirtschaftsministerium aktuell wieder 14 Ausbildungsberufe modernisiert und einen Ausbildungsberuf neu konzipiert.

Die betrieblichen und berufsschulischen Ausbildungsinhalte wurden zukunftsfest den technologischen Herausforderungen angepasst und tragen den aktuellen Produktions- und Dienstleistungsprozessen Rechnung.

Potenziale zu erkennen und umzusetzen ist eine der zentralen Herausforderungen an das duale System. Für den Bundeswirtschaftsminister stehen dabei folgende Aspekte im Vordergrund:

Übersichtliche Ausbildungsordnungen

Handliche Ausbildungsordnungen mit berufsprägenden Mindestanforderungen erleichtern es den Betrieben, in der laufenden Produktion oder Dienstleistung prozessorientiert auszubilden, ohne aufwändige Verbundlösungen und überbetriebliche Lehrgänge.

Ausbildungsmöglichkeiten für alle

Ausbildungsplätze dürfen nicht unbesetzt bleiben, weil Bewerber den Anforderungen der Ausbildungsordnungen nicht gewachsen sind. Zudem verbietet der technologische Wandel, junge Menschen nach altem Vorbild in stark spezialisierten Berufen für 40 oder 45 Jahre Berufstätigkeit "auslernen" zu lassen. Grundständige Erstqualifizierung und fortschrittliche Spezialisierung über das Berufsleben hinweg müssen stärker in den Fokus rücken.

Zukünftig kann es nicht mehr nur darum gehen, die duale Erstausbildung immer komplexer und komplizierter zu gestalten. Wir brauchen Flexibilität und Dynamik, um mit unseren dualen Berufen

  1. alle Arten und Größen von Betrieben (auch weniger spezialisierte) und
  2. mindestens alle Jugendlichen mit allgemeinbildendem Schulabschluss zu erreichen.


Die duale Berufsausbildung muss unterschiedlichem Leistungspotenzial der jungen Menschen wie auch den sich wandelnden Anforderungen der Betriebe an ihre Beschäftigten Rechnung tragen. Das duale System bietet Leistungsstarken alle Entwicklungschancen. Aber auch junge Leute mit einer schwierigeren Ausgangsposition dürfen nicht durch die Maschen fallen. Sie müssen ebenfalls ohne Warteschleifen und Übergangsmaßnahmen in Ausbildung gebracht werden. Deshalb sind auch zweijährige Berufe, die zur Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit befähigen, wichtig. Sie werden so gestaltet sein, dass sie auf verwandte dreijährige Berufe anrechenbar sind und freien Zugang zur Fortbildung und lebenslangem Lernen schaffen.

2009 haben wir mit dem durchlässigen Berufsgruppenmodell für die Elektroindustrie den Anfang gemacht (siehe Infografik). Eine durchlässig gestufte Berufsgruppe Metall wird 2013 folgen.

Optimierung der Abschlussprüfungen

Prüfungen sind so zu optimieren, dass die Mitarbeit in Prüfungsausschüssen auch für Unternehmer und aktive Beschäftigte wieder interessant wird. Im Vordergrund stehen einheitliche Prüfungsinstrumente, die klare Ausrichtung der Prüfungsinhalte auf das Berufsprägende und straffe Prüfungszeiten.


Infografik

Berufsgruppenmodell

Modell mit Zukunft - Bündelung von verwandten Arbeitsgebieten in Berufsgruppen

Video

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Start der Informationsoffensive "Berufliche Bildung - Praktisch unschlagbar"

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